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Neue Modelle treiben Absatz und Ertragskraft der Marke VW an

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Marke VW kommt dank neuer Modelle und des Umbaus bei der Ertragskraft voran.

Neue Modelle treiben Absatz und Ertragskraft der Marke VW an

"Das Wichtigste ist die Produktoffensive der nächsten Monate", sagte Markenchef Herbert Diess der Nachrichtenagentur Reuters am Rande der Präsentation des neuen Kompaktwagens Polo am Freitag in Berlin. "Ein neues Produkt hilft immer auch bei der Marge." Diess verwies auf den guten Jahresstart beim Ergebnis. Dieses Niveau wolle VW im Gesamtjahr halten.

VW will in diesem Jahr mehr als zehn neue Modelle und Varianten an den Start bringen, darunter den SUV T-Roc auf Basis des Bestsellers Golf. Erst vor wenigen Wochen hatten die Wolfsburger die Limousine Arteon präsentiert, mit dem Volkswagen in der oberen Mittelklasse gegen BMW und Daimler punkten will.

Die neuen Modelle sollen auch im kommenden Jahr dafür sorgen, dass der Absatz steigt und das Ergebnis besser ausfällt. "2018 wird ein starkes Jahr", versprach Diess, ohne konkreter zu werden. Zugleich verwies er darauf, dass VW hohe Belastungen schultern müsse. Dazu gehören sowohl Investitionen in die Vernetzung der Fahrzeuge, die Elektromobilität und neue Mobilitätsdienste als auch die Aufarbeitung des Dieselskandals, bei der die Hauptmarke die größte Last zu tragen hat.

Mit dem Kleinwagen Polo bringt Volkswagen ein weiteres Modell auf Basis des Baukastensystems auf den Markt. Der Modulare Querbaukasten erlaubt den Bau von mehr Varianten eines Fahrzeugtyps bei gleichzeitig sinkenden Kosten. Dadurch soll die Ertragskraft steigen. Die Marke VW galt lange als Sorgenkind des weltgrößten Autokonzerns, holt bei der Rendite aber auf. Inzwischen greift der von Markenchef Diess eingeleitete Umbau, die lange als mickrig belächelte Marge kletterte im ersten Quartal auf 4,6 (Vorjahr 0,3) Prozent. Dazu trägt auch der mit dem Betriebsrat vereinbarte Zukunftspakt bei. Die bisherigen Einsparungen daraus hatte Betriebsratschef Bernd Osterloh in einem Zeitungsinterview unlängst auf 1,4 Milliarden Euro beziffert.

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