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Nike hofft auf Trendwende auf dem US-Heimatmarkt

Reuters

Bangalore/München (Reuters) - Der weltgrößte Sportartikel-Hersteller Nike rechnet mit einem Ende der Umsatzverluste auf seinem nordamerikanischen Heimatmarkt.

Für das vierte Geschäftsquartal (März bis Mai) sagte der Adidas-Rivale für die USA und Kanada eine Stabilisierung des Umsatzes voraus, im folgenden Halbjahr sei dann wieder Wachstum zu erwarten. Die Vorzeichen waren seit neun Monaten negativ, in den drei Wintermonaten war der Umsatz um sechs Prozent geschrumpft. "Zum Ende des dritten Quartals sehen wir eine deutliche Trendwende in Nordamerika", sagte Nike-Chef Mark Parker. Das trieb die Aktie in New York am Donnerstag nachbörslich um drei Prozent nach oben. In Frankfurt legte sie am Freitag 2,3 Prozent zu.

Der US-Sportschuh-Hersteller leidet unter der erstarkenden Konkurrenz von Adidas, das in den USA gerade wieder "in" wird, und unter den Pleiten zweier Einzelhandelsketten. Nun setzt Nike verstärkt auf den Direktverkauf an die Kunden über das Internet und setzt dabei auf eine Kooperation mit dem Versandhändler Amazon. Zudem baut Parker auf Innovationen bei seinen "Nike-Air"-Sportschuhen, die gegen den "Adidas Boost" antreten sollen.

Unter dem Strich schlitterte Nike im dritten Quartal in die roten Zahlen. Grund dafür waren die Folgen der US-Steuerreform, deretwegen der Konzern eine Einmal-Belastung von zwei Milliarden Dollar buchte. Daraus ergab sich ein Nettoverlust von 921 Millionen Dollar. Aber auch vor Steuern ging der Gewinn um zwölf Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar zurück. Damit lag er aber über den Schätzungen der Analysten. Außerhalb der USA läuft es für Nike besser. Der weltweite Umsatz kletterte um 6,5 Prozent auf 8,98 Milliarden Dollar, was ebenfalls mehr war, als Experten Nike zugetraut hatten. In China legten die Umsätze um 24 Prozent zu, in Europa und den angrenzenden Regionen um 19 Prozent. Weltweit wächst Adidas allerdings zuletzt deutlich schneller, im vergangenen Jahr um 15 Prozent.

Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen hatte sich der Investor Bill Ackman mit Gewinn aus seinem Engagement bei Nike verabschiedet. Der aktivistische Investor habe seit dem Einstieg seines Hedgefonds Pershing Square Ende 2017 rund 100 Millionen Dollar mit seinem Nike-Anteilspaket von 0,71 Prozent verdient, sagte ein Insider. Auf Fotos sieht man den passionierten Tennisspieler Ackman auf dem Platz oft von Kopf bis Fuß in Nike gekleidet.

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Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

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