Nikola: Aktie hofft zweistellig auf GM-Deal ++ Telekom: Hochstufung kommt gut an ++ SFC Energy: Kapitalerhöhung schnell durchgezogen

onvista
Nikola: Aktie hofft zweistellig auf GM-Deal ++ Telekom: Hochstufung kommt gut an ++ SFC Energy: Kapitalerhöhung schnell durchgezogen

Die Hoffnung auf einen schnellen Impfstoff und der eingeleitete Übergang von Donald Trump auf Joe Biden haben die Wall Street auf neue Rekordhöhen gehievt. Der Dow Jones knackte die Marke von 30.000 Punkten. Schon ein wenig verrückt, wenn man bedenkt, dass die Corana-Pandemie in den wenigsten Ländern der Welt unter Kontrolle ist. Aber die Börse spielt die Zukunft und die sieht besonders durch den Wechsel von Trump auf Biden wieder ein gutes Stück freundlicher aus.

Die Weichen für den Bruch mit der Politik und dem Führungsstil von Amtsinhaber Donald Trump sind gestellt: Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat bei der Vorstellung seiner Mannschaft für die Außen- und Sicherheitspolitik den Führungsanspruch der USA betont. „Es ist ein Team, das die Tatsache spiegelt, dass Amerika zurück ist, bereit, die Welt anzuführen, statt sich aus ihr zurückzuziehen“, sagte Biden am Dienstag in Wilmington. Es war eine deutliche Anspielung auf Trumps „America First“-Dogma, das die USA nicht nur nach Ansicht Bidens viel Ansehen gekostet und isoliert hat.

Biden präsentierte am Dienstag einen Gegenentwurf zu der Regierung, die bei der Wahl am 3. November abgewählt wurde. Mit Trump war im Januar 2017 ein Außenseiter aus der Unternehmenswelt ins Weiße Haus eingezogen, im Kabinett gab es angesichts zahlreicher Rücktritte und Entlassungen wenig Kontinuität. Auch sonst prägte Trump einen Regierungsstil, der für die USA beispiellos war. Der Berufspolitiker Biden setzt bei der Zusammensetzung seines Führungsstabs auf Erfahrung und auf das vom früheren Geschäftsmann Trump verabscheute politische „Establishment“.

So hat Biden seinen langjährigen Berater Antony Blinken als Außenminister nominiert. Alejandro Mayorkas, der auf Kuba zur Welt kam und seit fast 20 Jahren im öffentlichen Dienst arbeitet, soll Heimatschutzminister werden. Avril Haines will Biden zur ersten Direktorin der US-Geheimdienste machen und Linda Thomas-Greenfield zur US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen in New York.

Alle von Biden nominierten Kabinettsaspiranten müssen noch vom Senat bestätigt werden, in dem die Demokraten zurzeit keine Mehrheit haben. Komplett ist sein außen- und sicherheitspolitisches Team noch nicht: Biden hat noch nicht angekündigt, wen er als Verteidigungsminister vorschlagen will. Jake Sullivan soll Bidens Nationaler Sicherheitsberater sein, der frühere Außenminister John Kerry wird Sonderbeauftragter für Klimafragen.

Dax: Leitindex tastet sich vorsichtig nach vorne

Starke Wall-Street-Vorgaben haben dem deutschen Aktienmarkt am Mittwochmorgen ein Stück weit Rückenwind beschert. Der deutsche Leitindex Dax gewann nun zur Wochenmitte in den ersten Handelsminuten 0,34 Prozent auf 13.337,61 Punkte, nachdem er am Vortag um rund 1,3 Prozent zugelegt hatte.

Der MDax der 60 mittelgroßen Werte rückte zur Wochenmitte um 0,41 Prozent auf 29.148,20 Zähler vor. Für den EuroStoxx 50 ging es um rund 0,3 Prozent aufwärts.

Nikola: Hochstufung und GM-News sorgen für zweistelliges Kursplus

Beim amerikanischen Wasserstoff-Truck-Spezialisten kehrt langsam die Hoffnung der Anleger zurück. Bislang gibt es zwar immer noch keine Bestätigung, dass der Deal mit GM in trockenen Tüchern ist, aber neuen Aussagen des US-Autobauers stimmen die Anleger zuversichtlich, dass beide Seiten noch zueinander finden. So hat GM in der vergangenen Woche die Investitionen in die Elektrifizierung seiner Flotte noch einmal um Milliarden Dollar aufgestockt und jetzt auch bekanntgegeben, dass das der Autobauer sich nicht mehr zusammen mit der Trump Regierung gegen Emissionsvorschriften des Bundesstaates wehren will. Hier dürfte mit Sicherheit auch der Wechsel von Trump auf Biden eine große Rolle gespielt haben. Die Anleger deuten den Schritt jedenfalls dahingehend, dass GM weiterhin den Deal mit Nikola abschließen möchte. 

Kaufempfehlung sorgt für zusätzlichen Schwung

Loop Capital rät die Aktie des US-Wasserstoff-Spezialisten zu kaufen: “Nikola besitzt geistiges Eigentum, das für eine Reihe von Partnern attraktiv ist, und … ihre Fahrzeuge werden in den nächsten zwei Jahren mit diesen Partnern auf die Straße gehen”, so die Experten. Loop Capital rief ein Kursziel von 35 USD aus.

Am Ende des US-Handelstages ging die Aktie mit einem Plus von über 17 Prozent aus dem Handel. Vorbörslich steht die Aktie aber schon wieder deutlich unter Druck. Redaktionsleiter Markus Weingran wird sich die Aktie heute in seiner Sendung Mahlzeit genauer anschauen. Wenn Sie seine Einschätzung wissen möchten, dann schauen Sie einfach um 13 Uhr auf unserem YouTube-Kanal vorbei.

# onvista Mahlzeit auf YouTube

Telekom: Aktie nach Hochstufung gefragt

Sorgen die vielen guten Nachrichten langsam auch für Schwung im Kurs? Die US-Tochter vermeldete erneut gute Zahlen, Warren Buffett griff bei T-Mobile US zu und dann erhöhten die Bonner ihre Porgnose für das Gesamtjahr. Im Kurs macht sich diese positive Entwicklung nur sehr schwerfällig bemerkbar. Heute sorgte eine Kaufempfehlung dafür, dass die Aktie über 15 Euro springt.

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Deutsche Telekom von „Neutral“ auf „Outperform“ hochgestuft und das Kursziel von 18 auf 20 Euro angehoben. Analyst Jakob Bluestone zeigte sich in einer am Mittwoch vorliegenden Studie optimistischer für das Geschäft in den USA. Aber auch außerhalb zeige sich der Telekomanbieter solide. T-Mobile und die übrigen Aktivitäten hätten mithin das Potenzial für höhere Bewertungen.

onvista Kreditvergleich 2020 - So finden Sie den günstigsten Kredit

Kurz & knapp:

SFC Energy: Das Unternehmen hat in Windeseile eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital im Rahmen eines Privatplatzierungsverfahrens im Umfang von 1.315.431 Stück (entspricht knapp 10 % des bisherigen Grundkapitals) erfolgreich bei institutionellen Investoren platziert. Der Platzierungspreis war in einem beschleunigten Platzierungsverfahren (Accelerated Bookbuilding) auf EUR 14,77 je neuer Aktie festgelegt worden und lag damit nicht sehr weit unter dem aktuellen Kurs. Die Aktie leidet heute auch nicht sonderlich unter der Maßnahme und liegt etwas mehr als 1,5 Prozent im Minus.

Aroundtown: Der Gewerbeimmobilien-Spezialist sieht sich nach neun Monaten auf Kurs zu seiner im Sommer ausgerufenen Jahresprognose. Demnach soll der operative Gewinn (FFO1) nach Zinszahlungen für eigenkapitalähnliche Anleihen und vor Corona-Belastungen 2020 zwischen 460 und 485 Millionen Euro liegen. Im vergangenen Jahr hatte Aroundtown ohne den Zukauf TLG ein operatives Ergebnis von 446 Millionen Euro erzielt. In den ersten neun Monaten des Jahres zog der operative Gewinn vor allem wegen der Übernahme des Konkurrenten TLG um zwölf Prozent auf 371 Millionen Euro an. Die Nettomieteinnahmen legten um 37 Prozent auf 758 Millionen Euro zu. Probleme bereitet weiter die Corona-Krise. Hier musste der Konzern die Rückstellungen für mögliche Mietausfälle weiter erhöhen. Da zudem die Gewinne aus Neubewertung von Immobilien und der Erlös aus Verkäufen nicht mehr so hoch ausfielen wie vor einem Jahr, ging der Gewinn unter dem Strich um 45 Prozent auf 597 Millionen Euro zurück.

Bitcoin Group: Das Unternehmen verzeichnete Anfang November den 900.000 Kunden auf Bitcoin.de. Somit erreichte die Bitcoin Group, das über die Tochtergesellschaft futurum bank AG den Kryptowährungshandelsplatz Bitcoin.de betreibt, sein Jahresziel in Sachen Kundengewinnung deutlich vorzeitig.

Dell: Der Computer-Konzern schlägt sich in der Corona-Krise dank eines hohen Bedarfs an PCs, Notebooks und Tablets besser als erwartet. „Wir sind auf eine beispiellose Nachfrage nach Anwendungen für Heimarbeit gestoßen“, verkündete Dell-Vorstand Jeff Clarke am Dienstag nach US-Börsenschluss bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal. Der Betriebsgewinn stieg im Jahresvergleich um rund 35 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar (0,9 Mrd Euro). Vor allem die PC-Sparte verzeichnete deutliche Zuwächse – hier nahmen die Erlöse im Privatkundengeschäft um 14 Prozent und die Verkäufe an Geschäftskunden um 5 Prozent zu. Deutlich schlechter lief es indes bei Servern und Netzwerkgeräten. Insgesamt schaffte Dell ein dreiprozentiges Umsatzplus auf 23,5 Milliarden Dollar. Damit wurden die Prognosen übertroffen, was bei der Aktie nachbörslich trotzdem keine große Bewegung auslöste. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um 37 Prozent zugelegt.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: VDB Photos / shutterstock.com

Das könnte Sie auch interessieren

Kurs zu General Motors Aktie

  • 55,86 USD
  • +1,86%
20.01.2021, 22:10, NYSE

onvista Analyzer zu General Motors

General Motors auf kaufen gestuft
kaufen
2
halten
0
verkaufen
0
0% der Analysen der letzten 6 Monate prognostizieren einen gleichbleibenden Aktienkurs von durchschnittlich 46,13 €.
alle Analysen zu General Motors
Weitere onvista-News
alle Artikel anzeigen

Zugehörige Derivate auf General Motors (924)

Derivate-Wissen

Sie glauben, der Kurs von "General Motors" fällt?

Mit Put Knock-Out-Zertifikaten können Sie von fallenden Aktienkursen profitieren.

Erfahren Sie mehr zu Knock-Out-Zertifikaten