Nikola Motors Quartalszahlen – Aktie stürzt ab

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Nikola Motors Quartalszahlen – Aktie stürzt ab
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Nikola Motors (WKN: A2P4A9) ist seit diesem Jahr an der Börse und hat jüngst seine ersten Quartalszahlen seit dem IPO bekannt gegeben. Die Nikola-Aktie hat im Vorfeld bereits deutlich an Wert eingebüßt, startete zuletzt jedoch einen Erholungsversuch. Doch die Quartalszahlen von Nikola Motors wussten die Marktbeobachter nicht zu überzeugen - der Kurs ist zweistellig eingebrochen (Stand: 05.08.2020).

Als Highlights des ersten börsennotierten Quartals gibt Nikola in seiner Pressemitteilung vier Punkte an. Dazu gehören die abgeschlossene Fusion mit VectoIQ, die schlussendlich auch gleichzeitig für den Börsengang nötig war, eine neue Personalie, der fortgeführte Bau der Nikola-Produktionsstätte in Ulm und zu guter Letzt der Spatenstich für die neue Produktionsstätte in Coolidge, Arizona.

Im weiteren Verlauf des Artikels möchte ich auf weitere Details der Quartalszahlen eingehen und vor allem auf die ersten Finanzkennzahlen blicken. Immerhin lässt sich so ein besseres Bild zu dem Wasserstoff-Unternehmen zeichnen. Bis dato hat Nikola überwiegend von Plänen berichtet, aber keine nennenswerten Umsätze erwirtschaftet.

Nikola Motors Quartalsbericht

Wie bereits in anderen Artikeln von mir zur Nikola-Motors-Aktie erwähnt, finde ich die Ideen und Vorstellungen von Nikola zu der geplanten Wasserstoffinfrastruktur grundsätzlich sehr spannend. Bisher handelt es sich dabei aber eher um viel Vision und weniger Realität. Ganz klar ist auch, dass das US-Unternehmen bald anfangen muss zu produzieren, um Umsätze zu generieren. Ansonsten könnten Aktionäre möglicherweise skeptisch werden angesichts dessen, dass gegenwärtig aufgrund der hohen Investitionen fast nur Geld verbrannt wird.

Gemäß Nikola ist die Produktentwicklung auf Kurs. So soll innerhalb des festgelegten Zeitplans der Produktionsbeginn des Nikola Tre im vierten Quartal 2021 eingehalten werden. Die ersten Einheiten werden dabei in Ulm hergestellt. Sobald die Produktionsstätte fertiggestellt ist, sollen 10.000 Einheiten pro Jahr über die Bänder laufen. Die Produktionsstätte in Coolidge soll nach Fertigstellung in der Lage sein, bis zu 35.000 Lastwagen pro Jahr herzustellen - bei voller Auslastung und im Zweischichtbetrieb. Hier soll die erste Phase des Baus bereits im vierten Quartal 2021 abgeschlossen sein. Wichtig zu wissen ist auch, dass die Ulmer Produktionsstätte, nach Fertigstellung von der in Arizona, ausschließlich für den europäischen Markt Lastkraftwagen produzieren wird.

Die Finanzkennzahlen im Überblick

Die Produktionsaussichten klingen an und für sich gut. Es bleibt abzuwarten, ob die Zeitpläne von Nikola Motors wie angekündigt eingehalten werden können. Falls nicht, könnte die Nikola-Aktie dadurch erneute Rückschläge erleiden. Der Grund für den gegenwärtigen Pessimismus des Marktes dürften die Finanzkennzahlen liefern.

Der Nettoverlust hat sich nämlich von circa minus 17 Mio. US-Dollar im zweiten Quartal 2019 auf etwa minus 87 Mio. US-Dollar im diesjährigen Vergleichsquartal mehr als verfünffacht. Nennenswerte Umsätze werden ebenso wenig ausgewiesen. Darüber hinaus gibt es aktuell mehr ausstehende Aktien als vor einem Jahr, was zu einer entsprechenden Verwässerung für Aktionäre im Laufe der Zeit geführt hat.

Wie soll es weitergehen?

Nikola beabsichtigt, im Jahr 2021 mit ausgewählten Kunden und Partner bereits Flottentests zum Modell Nikola Tre durchzuführen. Dabei sollen entsprechende BEV-Einheiten (BEV = elektrisch betriebene Fahrzeuge) getestet werden. Die erhaltenen Daten sollen entscheidend für die anschließende Kleinserienproduktion des Nikola Tre BEV von Nutzen sein. Das Management selbst gibt sich nach wie vor optimistisch, auf der richtigen Spur zu sein.

Für mich persönlich bleibt Nikola Motors eine Gleichung mit vielen Unbekannten. Die Visionen von Nikola und Gründer Trevor Milton klingen hervorragend, aber die Umsetzung bleibt bis dato aus. Das muss nichts heißen, denn viele atemberaubende Erfolgsgeschichten gehen genau so los. Eine Investition kommt jedoch aufgrund der hohen Bewertung in Kombination mit den Ungewissheiten für mich persönlich noch nicht infrage. Sollte der Kurs kurz- bis mittelfristig weiter nachgeben, könnte auf Investoren mit einem langen Atem möglicherweise eine Chance warten.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2020

Bild: Nikola Motors

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