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Noch 100 Punkte bis zum DAX-Allzeithoch im Jahr 2000!?

Stefan Riße

Was meint der, werden Sie sich sicher fragen. Allzeithoch im Jahr 2000? Da war der DAX im März doch bei gut 8.000 Punkten, bis dann der dot.com-Crash einsetzte. Ja, stimmt, der DAX Performance Index, der bis heute alle gezahlten Dividenden eingerechnet hat. Der DAX Kursindex aber notiert derzeit mit 6.150 noch rund 100 Punkte unter dem Allzeithoch von vor 17 ½ Jahren. Er ist an dieser Marke bereits zwei Mal abgeprallt, nämlich im März 2015, da lag der Performance-Index bei gut 12.400 Punkten, und im April dieses Jahres.

Grauenvolle Underperformance des DAX

Vergleicht man den DAX mit dem Dow Jones Index, der ebenfalls ein Kursindex ist, dann zeigt sich einen extreme Underperformance.  Während der altehrwürdige Dow Jones sich seit dem Frühjahr 2000 verdoppelt hat, blieben dem Anleger im DAX nur die Dividenden. Nun ist es in Amerika so, dass ein Teil der Ausschüttungen durch Aktienrückkäufe vorgenommen wird. Die treiben die Kurse, sind aber nicht herausrechenbar. Insofern hinkt der Vergleich etwas, aber auch nur etwas. Auch dann bliebe ein enormer Rückstand für deutsche Bluechips.

Wann gelingt der Ausbruch?

Gelingt in der aktuellen Rallye der Ausbruch, dann ist der Weg für weitere Kursgewinne geebnet. Denn Potenzial hat der DAX. Da hilft dann wieder der Vergleich mit den USA. Während das Kurs/Gewinn-Verhältnis dort bei 19 liegt, ist es in Deutschland gemessen am DAX bei 14. Und auch die Dividendenrendite ist ein Prozentpunkt höher. Zudem sind die Zinsen in den USA höher, am kurzen wie am langen Ende und machen den Aktien damit stärkere Konkurrenz. Die Wirtschaft wiederum brummt hierzulande, während die Zahlen in den USA einige Fragenzeichen aufwerfen. Auch wenn heute um 14:30 Uhr wieder ein toller Arbeitsmarktbericht geliefert wird, die Zahlen spiegeln nicht das wirkliche Bild wider, das letztlich zur Wahl von Donald Trump geführt hat. Viele Arbeitslose tauchen in der Statistik schon lange nicht mehr auf.

Hinweis: Die Inhalte der Kolumnen dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des jeweiligen Autors wieder. Für den Inhalt der Kolumne ist allein der jeweilige Autor verantwortlich.
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Expertenprofil
Stefan Riße Stefan Riße Börsenexperte

Stefan Riße Jahrgang 1968, aus Bremen ist Börsianer mit Leib und Seele. Seit seinem 16. Lebensjahr beschäftigt er sich intensiv mit den internationalen Finanzmärkten.

Nach dem Abitur und Praktika bei Banken und Vermögensverwaltern arbeitete er zwei Jahre lang als Broker, bevor er in den Journalismus wechselte. Er schrieb für Zeitschriften wie Forbes und Focus und ist seit über fünf Jahren ständiger Kolumnist für Focus Money.

Bekannt wurde Stefan Riße aber vor allem aufgrund seiner Tätigkeit als Börsenkorrespondent für „n-tv“, wo von 2001 bis 2005 seine Berichte live vom Frankfurter Börsenparkett gesendet wurden. Von 2006 bis 2011 war er Chief Market Strategist der Deutschlandniederlassung von CMC Markets – dem ersten CFD- Market-Maker in Deutschland.

Von 2011 – 2015 war Stefan Riße in der Vermögensverwaltung bei der der HPM Hanseatische Portfoliomanagement GmbH in Hamburg tätig, wo er noch in Anlageausschüssen mitwirkt.

Seit 2016 ist er unabhängiger Börsenexperte und als dieser nach wie vor gefragter Interviewgast u. a. auch bei „n-tv“ wo er regelmäßig auftritt.

Bereits im Alter von 17 Jahren lernte er den im September 1999 verstorbenen Börsenaltmeister André Kostolany kennen, mit dem ihn bis zu dessen Tod eine enge Freundschaft verband.

Sein bisher letztes Buch „Die Inflation kommt!“ war eines der erfolgreichsten Wirtschaftsbücher im Jahr 2010 und erreichte Platz 1 der Handelsblatt-Bestsellerliste.

rißes blog

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