Noch keine Entscheidung über BASF-Kathodenfabrik - Schwarzheide im Fokus

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Bei der geplanten Batteriematerialienfabrik von BASF verdichten sich die Anzeichen, dass der brandenburgische Standort Schwarzheide das Rennen macht.

"Wir sind mit der BASF in guten Gesprächen", sagte der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dem Rundfunksender rbb am Dienstag. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, erklärte Woidke. Er ruderte damit zurück, nachdem Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Montagabend einen Bericht der "B.Z." bestätigte hatte, dass die Wahl auf Schwarzheide gefallen sei. Auch eine BASF-Sprecherin betonte, dass noch keine Entscheidung getroffen worden sei.

BASF hatte angekündigt, in Europa 400 Millionen Euro zu investieren, um Kathodenmaterial für Batterien für Elektrofahrzeuge herzustellen. Als erster Standort zur Herstellung von Batteriematerialien für den europäischen Automobilmarkt wurde bereits Harjavalta in Finnland gewählt. Bereits seit längerem wird spekuliert, dass BASF in Deutschland den Standort Schwarzheide in der Lausitz im Blick hat. Eine Konzernsprecherin wollte am Dienstag nicht sagen, wann mit einer Entscheidung über den zweiten Standort zu rechnen ist.

BASF-Chef Martin Brudermüller hatte zuletzt gesagt, die Entscheidung werde noch dieses Jahr oder Anfang 2020 fallen. Der Sprecherin zufolge plant BASF nun Investitionen in Höhe eines dreistelligen Millionen-Euro-Betrages.

Die EU-Kommission hatte zu Wochenbeginn 3,2 Milliarden Euro an Subventionen zum Aufbau einer eigenen europäischen Batterieproduktion für Elektroautos genehmigt. Mehrere europäische Länder, darunter Deutschland und Frankreich, hatten Programme angemeldet, um eine eigene Batteriezellfertigung anzustoßen. Von deutscher Seite sind nach Angaben des Wirtschaftsministeriums fünf Firmen an dem europaweiten Vorhaben beteiligt: BASF, BMW<BMWG.DE, die Peugeot-Tochter Opel, eine deutsche Tochter des belgischen Umicore und der schwäbische Batteriehersteller Varta.

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