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Nordex mit neuen Rekord ++ Deutsche Bank steht auf Hugo Boss ++ DAX hat ZEW-Kunjunkturindex vor der Brust

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Nordex mit neuen Rekord ++ Deutsche Bank steht auf Hugo Boss ++ DAX hat ZEW-Kunjunkturindex vor der Brust

Gestützt von weiteren Gewinnen an den Überseebörsen knüpft der Dax am heute zunächst an seine jüngsten zarten Erholungsversuche an und liegt mit 12.564,49 Punkten 0,16 Prozent im Plus. An der Wall Street hatte sich am Vorabend die Laune der Investoren wieder sichtlich aufgehellt und auch in Asien stiegen die Kurse überwiegend weiter. Die jüngsten Konjunkturdaten hatten gezeigt, dass die US-Wirtschaft weiter deutlich wächst, ohne dass die Inflation in gleichem Maße Schritt hält.

Dies habe die Anleger wieder zu mehr Risikobereitschaft ermutigt, hieß es. Zudem habe sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China nicht weiter zugespitzt. Ängste vor einer Konjunkturabkühlung im Falle einer Eskalation des Streits seien daher vorerst wieder in den Hintergrund gerückt.

Wie gut gelaunt der DAX heute ist, dürfte sich um 11 Uhr zeigen. Da wird der ZEW-Konjunkturindex veröffentlicht. Die Stimmung deutscher Finanzexperten war im Juni auf den niedrigsten Stand seit knapp sechs Jahren gefallen. Das die Handelsstreitigkeiten auf die Laune drücken ist jedem klar. Deswegen rechnen die Experten damit, dass sich die Stimmung weiter eingetrübt hat. Der DAX könnte dies allerdings nur als Randnotiz zur Kenntnis nehmen. In erster Linie dürften die Anleger im Hinterkopf haben, dass ein „harter Brexit“ wohl vom Tisch ist.

Premierministerin Theresa May stärkte nun ihr eigenes EU-freundliches Lager. Nach dem überraschenden Rücktritt von Außenminister Boris Johnson, einem Brexit-Hardliner, ernannte sie den bisherigen Gesundheitsminister Jeremy Hunt als Nachfolger. Vor dem Brexit-Referendum hatte dieser für den Verbleib der Briten in der EU geworben. Das wird die „Brexit-Verhandlungen“ wohl deutlich entspannen.

Völlig entspannt verlief auch der Besuch von Chinas Ministerpräsident Li Keqiang in Berlin. Der Mann aus dem Reich der Mitte war voller Lobes für deutsche Unternehmen. Klar, sein Land ist ja ständig auf der Suche nach neuen Technologien. Da haben einige deutsche Unternehmen einiges zu bieten. Schon kurz nach dem Deutsch-Chinesischen-Treffen werden daher schon die ersten Kooperationen vermeldet. Für Anleger eine spannende Sache, für die Technologie der Unternehmen eine eher knifflige Angelegenheit.

Basler und First Sensor vertiefen Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern

Die BASLER AG, der weltweit führende Herstellervon Industrie-Kameras, zeichnet Joint Venture Vertrag mit seinem Distributor, Beijing Sanbao Xingye Image Tech. Co. Ltd. (MVLZ), zur Übernahme dessen Machine Vision Geschäfts in China.

MVLZ ist seit rund zwanzig Jahren Distributionspartner der Basler AG in China. MVLZ distribuiert Bildverarbeitungskomponenten und berät chinesische Kunden in der industriellen Bildverarbeitung sowie im Bereich Scientific Imaging. Beide Firmen vereinbaren den Transfer der Machine Vision Sparte von MVLZ in die neu gegründete Basler Vision Technology (Beijing) Co., Ltd. mit Sitz in Peking.

Auch First Sensor hat Neuigkeiten mit einem Partner aus dem Reich der Mitte. Anlässlich der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen hat die First Sensor AG, Entwickler und Hersteller von Standardprodukten und kundenspezifischen Sensorlösungen, eine Vertragserweiterung mit einem führenden chinesischen Prozessautomatisierer für die Entwicklung und Produktion kundenspezifischer Drucksensorbauteile unterzeichnet.
„Der Auftrag dieses Schlüsselkunden ergänzt eine seit 2012 bestehende Liefervereinbarung über Standardsensoren“, erklärt CEO Dr. Dirk Rothweiler. „Ziel ist es, mittelfristig einen Gesamtumsatz von mehreren Millionen Euro pro Jahr zu erzielen.“

Die neuen Kooperationen passen voll und ganz in das Wirtschafts-Bild, das China gerade abgeben möchte. Der heimische Markt öffnet sich immer mehr für ausländische Unternehmen. Für amerikanische Unternehmen dürfte das nicht gelten. Zudem sind die USA der größte Abnehmer chinesischer Waren. Gibt es hier Komplikationen, dann müssen neue Absatz-Märkte her. So sind Konzerne aus dem Reich der Mitte auch schon verstärkt in Afrika unterwegs.

Nordex schafft neuen Meilenstein

Der Windkraftanalagenbauer hat im zweiten Quartal 2018 den bislang größten Einzelauftrag seiner Unternehmensgeschichte erhalten: Für Enel Green Power errichtet das Unternehmen den brasilianischen Windpark „Lagoa dos Ventos“ mit einer Leistung von etwa 595 Megawatt. Bei dem Projekt kommen 191 Turbinen der Baureihe AW125 zum Einsatz. Die Anlagen haben eine installierte Leistung von jeweils 3,15 MW beziehungsweise 3,0 MW und werden auf 120 Meter hohen Betontürmen errichtet. Die Gruppe produziert die Türme in einem eigenen Werk vor Ort in Brasilien, um Kosten und Umweltbelastungen zu reduzieren.

Der Standort des Projekts befindet sich im Bundesstaat Piaui, der im Norden von Brasilien liegt und über gute Windverhältnisse verfügt. Vor rund einem Jahr hatte Nordex hier bereits einen anderen Auftrag über 65 Anlagen der gleichen Baureihe für einen anderen Windpark erhalten.

Eigentümer und späterer Betreiber von Lagoa dos Ventos ist Enel Green Power, ein großer internationaler Energieversorger, mit dem die Gruppe bereits in unterschiedlichen Märkten erfolgreich zusammengearbeitet hat.

Die Vertiefung der Zusammenarbeit feiern die Anleger heute mit einem Plus von über 7 Prozent zum Handelsstart.

Kurz & knapp

Hugo Boss: Die Deutsche Bank hat die Aktien des Modekonzerns von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel von 76 auf 87 Euro angehoben. Mitten in einem Jahr des Wandels sei dem Markenbild des Modekonzerns eine gute Entwicklung zu attestieren, schrieb Analyst Warwick Okines in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Auf dem Kapitalmarkttag könnte sich das Unternehmen deshalb mittelfristige Margenziele setzen, die den Markt positiv überraschen. Er führe dies neben einem stärkeren Umsatzwachstum auch auf eine unterschätzte Kostenkontrolle zurück.

Schaeffler: Die Schweizer Großbank UBS hat den Automobilzulieferer von „Sell“ auf „Neutral“ hochgestuft, das Kursziel aber von 12 auf 11,50 Euro gesenkt. Nach einer Phase des Rückgangs seien die Gewinnerwartungen für den Autozulieferer nun in eine bessere Ausgangslage gebracht worden, schrieb Analyst Julian Radlinger in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Er rechnet nun mit einer Erholung beim Free Cashflow. Damit dürfte sich eine wichtige Stellschraube für die Aktienentwicklung auf niedrigem Niveau stabilisieren.

Wacker Chemie: Die französische Großbank Societe Generale hat Wacker Chemie von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel auf 150 Euro belassen. Seiner Ansicht nach überschätze der Markt die Auswirkungen des erneuten Preisdrucks bei Polysilizium, während der Wert des Geschäftsbereichs Wacker Silicones gleichzeitig unterschätzt werde, schrieb Analyst Thomas Swoboda in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Er geht davon aus, dass der Spezialchemiekonzern die Finanzziele in diesem Jahr erreichen und 2019 ein weiteres Ergebniswachstum erzielen wird. Außerdem sieht er Spielraum für eine erneute Sonderdividende.

Markus Weingran / dapAFX

Foto: Number1411 / Shutterstock.com

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