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"NYT" - USA prüfen Entsendung von 120.000 Soldaten in Nahen Osten

Reuters

Washington/Dubai (Reuters) - Zu den Überlegungen der US-Regierung für weitere Schritte im Iran-Konflikt gehört einem Zeitungsbericht zufolge auch die Entsendung amerikanischer Streitkräfte.

"NYT" - USA prüfen Entsendung von 120.000 Soldaten in Nahen Osten

Eine der möglichen militärischen Optionen sehe vor, 120.000 Soldaten in den Nahen Osten zu schicken, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Regierungsvertreter. Dies gelte für den Fall, dass der Iran bereits am Persischen Golf stationierte US-Truppen angreife oder seine Arbeit an Atomwaffen vorantreibe. Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nahmen zuletzt zu. Die USA haben einen Flugzeugträger in die Region entsandt. Aus dem von den USA angeführten Flottenverband zog sich Spanien vorübergehend zurück, wie die Regierung am Dienstag mitteilte

Der kommissarische US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan habe den Plan zur Verlegung von 120.000 Militärs bei einem Treffen mit Spitzenberatern von Präsident Donald Trump vorgestellt, berichtete die "NYT". Das Präsidialamt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Das Verteidigungsministerium wollte sich nicht äußern.

In Madrid teilte das Verteidigungsministerium mit, die eigene Fregatte "Mendez Nunez" sei aus dem Flottenverband unter Führung des US-Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" herausgelöst worden. Die amtierende Ressortchefin Margarita Robles wollte die Gründe im Tagesverlauf auf einer Pressekonferenz in Brüssel erläutern. Die Entwicklung könnte auf Differenzen zwischen Europa und den USA über den Iran hindeuten.

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Der US-Präsident hat einseitig den internationalen Atomvertrag mit dem Iran aufgekündigt, an dem die EU weiter festhält. Trump will zudem alle Länder dazu bringen, den Import iranischen Öls einzustellen. Der Iran hatte der EU jüngst eine Fortsetzung des Ölhandels zur Bedingung gemacht, damit die Islamische Republik nicht selbst aus dem Atomvertrag aussteigt.

Der Iran verlangt Insidern zufolge die Möglichkeit, mindestens 1,5 Millionen Barrel Öl pro Tag exportieren zu können. Diese Zahl kursiere bei Gesprächen zwischen Vertretern des Iran und der EU, sagten mit den Unterredungen vertraute Personen. Die Menge ist das Dreifache des Niveaus, auf dem die Ausfuhren unter geltenden US-Sanktionen im Mai liegen dürften.

In Saudi-Arabien sind der Regierung zufolge unterdessen Anschläge auf Öl-Anlagen verübt worden. Mit Sprengstoff beladene Drohnen hätten zwei Ölpumpstationen der Ost-West-Pipeline in der Nähe der Hauptstadt Riad getroffen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur SPA Energieminister Chalid al-Falih. Er sprach von einem Terrorakt und einem erneuten Versuch, die Sicherheit der weltweiten Ölversorgung zu untergraben. Erst am Montag hatte Saudi-Arabien Sabotageattacken auf heimische Öltanker gemeldet, die sich in Gewässern der Vereinigten Arabischen Emirate befanden.

Der US-Botschafter in Saudi-Arabien sprach sich für eine deutliche, aber umsichtige Reaktion auf die Angriffe aus. "Wir müssen gründlich untersuchen, was passiert ist und warum es passiert ist", sagte John Abizaid vor Journalisten. Dann seien "vernünftige Antworten" erforderlich, die aber keine Kriegshandlungen sein sollten. Ein Konflikt sei weder im Interesse des Iran noch im Interesse der USA und Saudi-Arabiens.

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