Öffnungen im Börsen-Fokus

Klaus Brune

Die Erwartungen der Wirtschaft an den Bund-Länder-Gipfel  an diesem Mittwoch sind groß. Zwar sickerte schon tags zuvor durch, dass der Lockdown bis Ende März verlängert werden soll. Doch zumindest eine Öffnungsperspektive werde es geben müssen, so der Tenor. Und tatsächlich zeichnet sich derzeit ab, dass nach Frisören auch andere Betriebe in den kommenden Wochen aufmachen könnten.

Am Aktienmarkt überwiegt aktuell die Hoffnung: An den ersten beiden März-Handelstagen legte der DAX mehr als 2% zu und schwang sich wieder über die Marke von 14 000 Punkten. Dies ist aber nur eine Seite der Medaille. Die andere war bereits im Februar erkennbar. Angesichts zunehmender Impfquoten und einem sich abzeichnenden Ende der Pandemie schauen die Finanzmärkte bereits auf die Zeit nach dem Lockdown und setzten auf eine deutlich bessere Konjunkturerholung als bisher angenommen. Diese Hoffnungen trieben die Inflations- und Zinserwartungen an, was an den Kapitalmärkten zu Ängsten führte und mit Kursverlusten quittiert wurde. Exemplarisch beim DAX: Für den gesamten Februar steht ein Plus von 2,6 %. Doch vom Allzeithoch am 5.2. gab der Leitindex bis Monatsende 2,7 % ab.

In der aktuellen Seitwärtsphase müssen Anleger Ruhe bewahren. Die Sorge vor einer über 2021 hinausgehenden Zunahme der Inflation ist unbegründet. Der Preisanstieg im Februar von 1,6 % ist v. a. auf Einmaleffekte wie die wieder erhöhte Mehrwertsteuer zurückzuführen. Zudem sind Preis- und Zinssteigerung Ergebnis des erhofften Wirtschaftsaufschwungs. Und der dürfte besonders europäischen Aktien zugutekommen. Schätzungen sehen Gewinnzuwächse von 40 % bei den Unternehmen im Euro Stoxx. Das wird sich in den Kursen widerspiegeln, auch wenn teils starke Rücksetzereinzukalkulieren sind. Wer diese zu nutzen weiß, braucht höhere Zinsen nicht zu fürchten.

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Expertenprofil
Klaus Brune Klaus Brune Ressortleiter Börse PLATOW Verlag

Klaus Brune leitet seit Juli 2017 das Börsen-Ressort des PLATOW Verlags. Nach einem Studium der Amerikanistik in Frankfurt und Carbondale, lllinois (USA), berichtete er mehr als 20 Jahre auf Deutsch und auf Englisch über die internationalen Finanzmärkte. Bei der News Corp. war er zuletzt als Managing Editor für die deutschsprachige Redaktion von Dow Jones News verantwortlich, zuvor leitete er fast zehn Jahre lang als stellvertretender Redaktionsleiter das Reporternetzwerk des Unternehmens.

Bei der PLATOW Redaktion verantwortet er die beiden Publikationen „PLATOW Börse“ und „PLATOW Emerging Markets“. Im Fokus stehen dabei Aktien, welche sich im Normalfall durch ein bewährtes Geschäftsmodell, eine moderate Bewertung und einen stabilen Newsflow auszeichnen. Als Beimischungen werden auch „Fallen Angels“ mit starkem Kurserholungspotenzial oder kurzfristige Spekulationen mit entsprechend höherem Risiko eingesetzt. Mit seinem Redaktionsteam führt Klaus Brune jährlich mehrere hundert Hintergrundgespräche mit Vorständen und anderen Insidern börsennotierter Gesellschaften.

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