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onvista-Börsenfuchs: Beachtet die idiosynkratischen Risiken!

Der onvista-Börsenfuchs
onvista-Börsenfuchs: Beachtet die idiosynkratischen Risiken!

Hallo Leute! Den Experten und „Experten“ fällt es mit jedem Tag immer schwerer, die Börsenlage und ihr Umfeld zu beschreiben. Kein Wunder, dass die Kurse hin und her zucken, weil keiner mehr so recht weiß, wo’s langgeht. Gottseidank hat mir der Stratege eines wirklich voll bedeutenden Vermögensverwalters heute Morgen das Stichwort geliefert, das Klarheit schafft. In seiner Analyse heißt es: Nach einem eher ruhigen Wochenstart legten die internationalen Aktienmärkte gegen Mitte der abgelaufenen Kalenderwoche eher den Rückwärtsgang ein, bedingt durch zunehmende geopolitische Spannungen im Nahen Osten, idiosynkratrische Risiken einzelner Schwellenländer oder die Verunsicherung auf der koreanischen Halbinsel. Hinzu kamen aber auch besser als erwartete US-Konjunkturdaten, die die Sorgen vieler Marktteilnehmer hinsichtlich eines restriktiveren geldpolitischen Pfads der US-Notenbank plötzlich wieder aufkeimen ließen.

Da fiel’s mir wie Schuppen aus dem Fell: Natürlich, Donald J. ist nicht das Problem, sondern die „idiosynkratischen“ Risiken (die haben übrigens nix mit idiotisch zu tun) machen den Anlegern das Leben schwer - was denn sonst!

Außerdem kann sich jeder seinen eigenen Reim darauf machen, was die renovierten Beschreibungen der Weltwirtschaft für die Märkte bedeuten. Beispielsweise lese ich:  Zwar verzeichneten die Konjunkturdaten in fast allen wichtigen Industrie- und Schwellenländern in den letzten Monaten - ausgehend von hohen Niveaus - einen Rücksetzer, die globalen makroökonomischen Daten deuten allerdings auf anhaltendes globales Wirtschaftswachstum über Potenzial hin (aber keine weitere Beschleunigung). Aha.

Deutlicher wird da eine Nabelschau: In der Eurozone ist das politische Risiko zurück. Der Zinsunterschied zwischen deutschen und italienischen Staatsanleihen vergrößerte sich daher in dieser Woche deutlich. Schuld sind die Pläne der Parteien Fünf-Sterne-Bewegung und Lega Nord, die sich momentan in Koalitionsverhandlungen befinden: Zur Diskussion stehen Schuldenerlass, Möglichkeiten zum Euro-Ausstieg und das Ende der Maastricht-Kriterien. Werden zudem alle Wahlversprechen umgesetzt, dürfte sich das Haushaltsdefizit um bis zu 6 Prozentpunkte erhöhen. Profiteure der politischen Risiken könnten einmal mehr die sogenannten „sicheren Häfen“ sein, etwa der Schweizer Franken.

Apropos Schweiz. Gestern kam - trotz des Ärgers um Mittelstürmer Sandro Wagner - good News über unsere Mannschaft: Deutschland wird erneut Fußballweltmeister, zumindest wenn man den Simulationssystemen der Schweizer Großbank UBS Glauben schenkt. Eigentlich verwendet der Mega-Vermögensverwalter seine Analysemethoden, um Anlagetipps für die Reichen und Superreichen zu erstellen. Doch bei einer Untersuchung der Chancen auf den WM-Sieg kommt die zuständige Abteilung der Bank zu dem Schluss, dass Deutschland mit einer Wahrscheinlichkeit von 24 Prozent das Rennen macht. In Reichweite wäre der Titel zudem für Brasilien und Spanien mit einer Wahrscheinlichkeit von 19,8 und 16,1 Prozent. Ob die Großbank Recht behält? Ich glaub’s (noch) nicht.

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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