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onvista-Börsenfuchs – Dax zu Unrecht im Krisenmodus

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onvista-Börsenfuchs – Dax zu Unrecht im Krisenmodus

Hallo Leute! Die meisten Strategen feiern in diesen Tagen das 10-jährige „Jubiläum“ der Finanzkrise. Und die Medien sind natürlich voll dabei. Selbst ich als alter Börsenfuchs (besser „ewiger Börsenbulle“) neige seit Monaten immer häufiger zu Mahnungen und Warnungen. Das Handelsblatt liefert heute gleich mehrere dramatische Seiten mit der Headline „Der nächste Crash - Die sieben Alarmsignale am Finanzmarkt.“ Gut, dass ich bei der Suche nach eindeutig optimistischen Stimmen (sozusagen zum Trost für Euch, meine Freunde) fündig geworden bin. Denn in einer neuen Studie kommen die Analysten von M. M. Warburg zu dem Ergebnis „Dax zu Unrecht im Krisenmodus“. Find‘ ich gut, was da gut nachvollziehbar abgeliefert wird. Deshalb hier die wichtigsten Auszüge.

Das Investieren in die großen deutschen Unternehmen aus dem Dax war in diesem Jahr bislang alles andere als vergnügungssteuerpflichtig. Zwar gelang dem Deutschen Aktienindex ein sehr guter Start, und Ende Januar wurde mit 13.560 Punkten sogar eine neue Rekordmarke erreicht, doch seitdem ging es tendenziell bergab. Aktuell weist der Dax seit Jahresbeginn ein Minus von rund 7 Prozent auf, das ist die schlechteste Wertentwicklung seit dem Jahr 2011.

Um das Potenzial eines Aktienmarktes zu beurteilen - ich möchte ergänzen „das langfristige Potenzial -, sollte man sich vor allem die fundamentalen Rahmenbedingungen anschauen, die Rückschlüsse auf die Gewinnentwicklung zulassen. Genau hier liegt das Problem: Während noch am Jahresanfang für 2018 ein Gewinnanstieg von rund 10 Prozent für die Dax-Unternehmen prognostiziert wurde, haben die Analysten ihre Erwartungen in den letzten Monaten kontinuierlich reduziert. Mittlerweile ist man fast bei einer Gewinnstagnation im Vergleich zum Jahr 2017 angekommen. Stagniert haben die Gewinne der Dax-Unternehmen zuletzt im Jahr 2013. Damals wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland gerade einmal um 0,6 Prozent, und die Weltwirtschaft expandierte mit einer Rate von 3,5 Prozent. Demgegenüber erwarten wir für Deutschland in diesem Jahr ein Wachstum von fast 2 Prozent und für die Welt von knapp 4 Prozent. Unter makroökonomischen Gesichtspunkten scheinen die Gewinnerwartungen für dieses Jahr also mittlerweile zu pessimistisch zu sein.

Beim Blick auf die Unternehmensgewinne fällt zudem auf, dass die Prognosereduzierungen nur das Jahr 2018 betreffen. Die Erwartungen an das Jahr 2019 sind zwar vom Niveau her etwas gesunken, die erwartete Steigerungsrate ist mit rund 10 Prozent aber stabil geblieben. Dies ist auch der Grund dafür, dass die aus Sicht der Warburg-Experten entscheidende Kennzahl für die Kursentwicklung eines Index, die (rollierenden) Gewinnerwartungen der nächsten 12 Monate, für den Dax bis zuletzt weiter angestiegen ist und sogar einen neuen Rekordwert erreicht hat. Solange Deutschland und die Weltwirtschaft nicht in eine neue Rezession geraten - wofür es derzeit keinerlei Hinweise gibt - sind die derzeitigen Kurse fundamental nicht zu rechtfertigen. Bewertet man die Gewinnerwartungen für das Jahr 2019 mit einem KGV von 13 (Mittelwert seit 2001), errechnet sich ein Kursziel von fast 13.800 Punkten. Auch wenn wegen der internationalen Einflüsse Kursverwerfungen auf kurze Sicht nicht ausgeschlossen werden, sind die Warburg-Strategen also bullischer als die meisten anderen Profis für deutsche Aktien und resümieren: „Die Voraussetzungen für eine deutliche Kurserholung in den nächsten Monaten bleiben somit gegeben.“

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