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onvista-Börsenfuchs: Die Abwärtsspirale

Der onvista-Börsenfuchs
onvista-Börsenfuchs: Die Abwärtsspirale

Hallo Leute! Trotz Zwischenerholungen und reichlich Bullenfutter durch eher vorsichtig-optimistische Prognosen in den vergangenen Wochen - die Börsen blicken nach Süden. Weniger nach Italien als auf die Kurse. Analysten und Journalisten mühen sich täglich redlich, die miese Stimmung zu begründen. Das fällt nicht schwer, denn man braucht ja nur die Faktoren vom Vortag wiederzukäuen. Und an Belastungen für die Märkte mangelt es nun wirklich nicht. Trotzdem: Versucht nicht, jede Kursbewegung zu verstehen, meine Freunde! Wichtiger ist die Eigendynamik, die Börsen entwickeln können, wenn der Herdentrieb in Gang kommt.

Gerade jetzt halte ich es lieber mit den Trendfolgern (Motto: „The trend is your friend“). Die argumentieren folgendermaßen: Es gibt keine wirkliche Begründung für Kursentwicklungen. Entscheidend, was die Kurse machen. Die Aneinanderreihung von Kursen ergibt Trends. Und nur in Trends kann an der Börse Geld verdient werden. Trends wiederum werden von Zyklen überlagert (aus: Das Börsenbuch, von Thomas Müller und Alexander Coels). Kein Wunder also, dass sich selbst nicht so schwach gestimmte Strategen verunsichert Fragen stellen, ob die langjährigen Aufwärtstrends von Wirtschaftswachstum und Aktienkursen jetzt (oder bald) auslaufen (oder doch nicht). Kurzfristig versuchen die Profis herauszufinden, ob der Aktienmarkt bereits „überverkauft“ ist und deshalb Chancen für eine Zwischenerholung hat, nachdem man kürzlich noch das Gegenteil, nämlich „überkaufte“ Märkte diagnostizierte.

Die Charts sehen schlimm aus. Schreibt mir heute Morgen ein namhafter technischer Analyst: „Die Lage bleibt massiv angeschlagen und durch starke Tagesschwankungen gekennzeichnet. Ein Indiz für die hohe Nervosität und Unsicherheit im Dax 30. So wurde die untere Linie des Juni-2018´er-Abwärtstrends zwar zuletzt mindestens zehnmal getestet, aber niemals nachhaltig überschritten. Diese Linie hat sich nun auf 11.400 verschoben. Die Markttechnik zeigt sich kurzfristig überverkauft. Übergeordnet signalisiert der MACD-Indikator weiterhin ein klares Verkaufssignal. Das Momentum tendiert ebenfalls negativ. Das mittelfristige Abwärtspotential der SKS (Schulter-Kopf-Schulter-Formation) beziffert sich nach wie vor bei 10.100 Indexzählern. Kurzfristig stehen nun die 10.815 auf dem Plan.“

Es kann noch ungemütlicher werden! Wer fette Kursgewinne in seinem Buch hat, sollte (wie schon vor Wochen vorgeschlagen!) über Gewinnmitnahmen nachdenken, zumindest teilweise. Und wer mutig ist, kann einen Teil davon für Baisse-Spekulationen einsetzen.

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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