onvista-Börsenfuchs: Die Stampede der Anleger – Folgt nicht der Herde!

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onvista-Börsenfuchs: Die Stampede der Anleger – Folgt nicht der Herde!

Hallo Leute! Ausnahmezustand. Total heavy, was momentan so abgeht! Gestern hab‘ ich mich vorsichtshalber in meinen Bau verkrochen - das hält man trotz jahrzehntelanger Erfahrung kaum aus. Wenn Dow und Dax crashtechnisch abstürzen, sind ja nicht Kleinanleger schuld, sondern bestimmt die Herde der institutionellen Großanleger die Richtung. Und die folgen immer mehr ihren Algorithmen. Andernfalls müsste man sich fragen, warum niemand (erkennbar) dagegenhält - die Investmentstrategen empfehlen ihren Kunden doch immer und überall, ganz langfristig anzulegen. Dann kann man tatsächlich auch eine tiefe, längere Baisse aushalten.

Aber das ist leichter gesagt als getan. Viele Privatanleger werden schon voll ungeduldig, wenn der Dax nach ein paar Monaten unter ihrem Einstandskurs liegt. Coole Gelassenheit haben die wenigsten. Deshalb auch mein Appell, stets den Gesprächspartner zu fragen, was der unter „mittelfristig“ oder „langfristig“ versteht.

Ich vergleiche gerne den Herdentrieb der Börsianer mit einer „Stampede“: Das ist eine plötzliche Fluchtbewegung innerhalb einer Tierherde, wenn ein paar Rindviecher erschrocken losrennen und die gesamte Herde mitreißen. Die Bezeichnung Stampede ist abgeleitet vom gleichbedeutenden mexikanisch-spanischen Wort „estampida“ und gelangte aus dem amerikanischen Englisch in den deutschen Sprachgebrauch. Stampedes waren im Westen von Ami-Land zur Zeit der großen Rinderherden ein gefürchtetes Phänomen und sind daher auch ein wiederkehrendes Handlungselement in Wildwestromanen und -filmen, etwa im legendären Western „Red River“ von 1948. Warum die Herde ausbricht, kann nicht immer festgestellt werden. Verschiedene Formen von Beunruhigung können das Verhalten auslösen, beispielsweise Raubtiere oder laute Geräusche - vor allem im Dunkeln, wenn die Tiere nicht sehen können, was um sie herum abgeht.

Wir haben jetzt was Ähnliches wie eine Stampede an den Börsen erlebt - aber mit einem wesentlichen Unterschied. Während die Flucht einer Herde in der Prärie nach wenigen Kilometern bzw. einigen Minuten endet, ist der Verlauf einer Börsenstampede unberechenbar. Analysten streiten über das Kursbild: Nimmt der Dax den Verlauf eines großen V oder eines U? Sind das dann nur ein paar Monate oder länger? Ich ergänze: Es kann auch ein großes L werden, also ein längeres Dümpeln im Tal. Ein Rat kann aber nicht falsch sein: Es macht Sinn, jetzt einen gaaanz langfristigen Aktien- oder Fondssparplan zu beginnen. Dazu als Versicherungselement ein Goldsparplan. Unter langfristig verstehe ich nicht drei, vier oder fünf Jahre, sondern mindestens zehn Jahre bzw. mehrere Jahrzehnte. Bleibt gesund, meine Freunde!

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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