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onvista-Börsenfuchs: Gold ist immer richtig

Der onvista-Börsenfuchs
onvista-Börsenfuchs: Gold ist immer richtig

Hallo Leute! Mir begegnen immer mehr Anleger, die momentan keinen Bock auf Börse haben. Manche geben das nicht gleich zu und stellen erst einmal die Was-kann-man-noch-kaufen?-Frage. Aber dann stellt sich heraus, dass sie verunsichert sind und lieber mal nix machen wollen - wegen Rezessionsgefahr, Trump und den Chinesen. Kann man nachvollziehen. Aber totale Passivität?

Schon seit langem weise ich aufs Gold hin als das „bessere Geld“. Inzwischen melden sich nicht wenige Experten und „Experten“ mit Empfehlungen, den Goldanteil im Portfolio aufzustocken - am besten durch Goldminenaktien oder Fonds. Auch die Marketingorganisation World Gold Council rührt jetzt die Werbetrommel in ihrem Ausblick 2019 mit dem Titel „Wirtschaftliche Trends und ihre Auswirkungen auf Gold“. Der WGC weist zunächst auf den „erheblichen Gegenwind“ für das edle Metall während des größten Teils des vergangenen Jahres hin - ein starker Dollar, Leitzinserhöhungen der Fed, gepaart mit einer entgegenkommenden Politik anderer Zentralbanken, und eine von Steuersenkungen getragene Ami-Wirtschaft heizten die positive Stimmung der Anleger an und führten zu einem Anstieg der Aktienkurse. Da jedoch die geopolitischen und makroökonomischen Risiken zunahmen, sanken die Aktienmärkte und der Goldpreis beendete das Jahr nahe 1.280 Dollar pro Unze und übertraf die meisten globalen Vermögenswerte.

Achtung, jetzt wird’s richtig bullisch: „Mit Blick auf die Zukunft erwarten wir, dass die Goldnachfrage vom Zusammenspiel von Marktrisiko und Wirtschaftswachstum profitieren wird. Wir gehen wir davon aus, dass Gold aufgrund seiner nachgewiesenen Erfolgsbilanz, seiner geringen Korrelation mit den wichtigsten Anlageklassen, seiner Liquidität und seiner risikobereinigten Renditen noch relevanter werden wird.“

Okay, der Gold Council mag Recht behalten. Die Marke 1.300 Dollar ist greifbar nah. Aber darum geht’s mir überhaupt nicht. Man sollte Gold nicht unter dem Aspekt von Wertentwicklung und Rendite ansehen und somit auch nicht mit anderen Anlageklassen (wie Aktien und Anleihen) vergleichen. Ich halte deshalb auch wenig von kurzfristigen Spekulationen, sondern empfehle vor allem „physisches“ Edelmetall als langfristiges Investment - Münzen und Barren sind vielmehr die Stabilisierungs- und Versicherungselemente im Portfolio, für wirklich schlechte Zeiten (mögen sie uns erspart bleiben!) und Katastrophen. Gold ist die natürliche Antwort auf massive politische und wirtschaftliche Krisen und Katastrophen, auf Hyperinflation und Währungsreformen.

Also: Wenn Ihr bei Aktien pausieren wollt, meine Freunde, dann haltet jetzt ruhig mehr Liquidität. Aber übertreibt es nicht! Echtes Gold ist auf Dauer das bessere Geld.

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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