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onvista-Börsenfuchs: Kein Risiko ohne Chance!

Der onvista-Börsenfuchs
onvista-Börsenfuchs: Kein Risiko ohne Chance!

Hallo Leute! Was sind Risikopapiere? Aktien natürlich. Risiken, am besten also gleich im Plural, sind hierzulande ein besonders beliebter Begriff. Selbst der Duden (aber nicht nur der) bemüht sich um Klarheit: Das Risikopapier ist ein Wertpapier, mit dessen Erwerb ein Verlustrisiko verbunden ist. Aha. Und die Investmentgiganten von Allianz Global Investors fassen ihre Vorschau auf die nächsten Tage wie folgt zusammen: „Das sieht insgesamt nach einer weiteren volatilen Woche aus, aber Rendite ohne Risiko gibt es eben nicht.“ Hm, das klingt nach vorsichtigem Optimismus, hilft Euch auch nicht viel weiter. Wer spricht eigentlich von den Chancen? Googeln lohnt sich auch nicht. Anscheinend fällt es den Deutschen ziemlich schwer, positiv zu denken. Ich drehe die Begriffe also rum, denn wo Risiken sind, sind auch Chancen - beides tritt stets gemeinsam auf (= Dualität, denkt an hell-dunkel, heiß-kalt usw.).

Wenn’s um Wirtschaft und Börse geht, dann taucht in unserer Sprache oft „risikoavers“ (risikoscheu) auf - das traditionelle Problem deutscher Kontensparer. Mehr als drei Viertel der Deutschen schätzen sich bei der Geldanlage als wenig risikofreudig ein: Laut aktuellem Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management hält sich mit 49 Prozent rund jeder zweite Befragte für „sehr sicherheitsorientiert“ und möchte sein Kapital lieber erhalten als es zu vermehren. Weitere 27 Prozent sehen sich als „eher sicherheitsorientiert“ an, das heißt sie sind mit geringeren Erträgen zufrieden, solange das Ersparte nicht zu vielen Schwankungen ausgesetzt ist.

Doch das ist eine Milchmädchenrechnung, denn die Angst vor Marktschwankungen ist so groß, dass viele Deutsche lieber auf Rendite verzichten, als auf die Chancen der Kapitalmarkterträge zu setzen. Nebenbei: Fahndet mal bei Google nach der Herkunft von „Milchmädchenrechnung“, meine Freunde! Auch wenn sie bei Aktien zugegebenermaßen ein höheres Risiko aufweisen, heben sich die Marktschwankungen ja gerade über die längeren Anlagezeiträume hinweg auf, wie Zeitreihen belegen. Und im anhaltenden Niedrigzinsumfeld findet der Kapitalerhalt der vermeintlich sichereren Sparanlagen auch nur auf dem Papier statt. Wenn die Inflation wie derzeit höher ist als die Zinsen, verliert das Ersparte real an Wert. Ich nenne das Falschsparen.

Jetzt das Positive. Das mit Chancen und Risiken hat zumindest ein kleiner Teil der Deutschen inzwischen bereits verinnerlicht, man zeigt sich etwas risikofreudiger: So trauen sich laut Income-Barometer 2018 rund 7 Prozent der Befragten zu, geringe Schwankungen auszuhalten, wenn die Geldanlagen dafür etwas mehr Ertrag bringen. Und 2 Prozent sagen, sie könnten auch größere Schwankungen gut aushalten, erwarten dafür aber auch eine höhere Rendite. Dass das Thema Geldanlage aber nicht germanischen Ursprungs ist, zeigt auch, dass mit 15 Prozent der Befragten jeder Siebte seine Risikobereitschaft nicht einmal benennen kann.

Meine aktuelle Prognose für Dow, Dax & Co. bis zum Jahresende: Chancen und Risiken.

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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