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onvista-Börsenfuchs: Viele Privatanleger sind zu optimistisch

Der onvista-Börsenfuchs
onvista-Börsenfuchs: Viele Privatanleger sind zu optimistisch

Hallo Leute! Wie ticken momentan die Börsenprofis? Ich habe vorhin wieder mal eine Blitz-Bilanz der aktuellen Analysen und Prognosen gezogen und sehe mich einigermaßen bestätigt: Kein Markt drängt sich massiv auf, überall gelten Pros und Cons. Wer jetzt unbedingt investieren will, sollte danach handeln und von allem ein bisschen in den Topf (= Portfolio) tun - also im besten Sinn Streuung von Chancen und Risiken über Anlageklassen und Regionen hinweg.

Ganz schön überrascht hat mich die neue Trendumfrage des Deutschen Derivate Verbands (DDV). Selbst für meinen Geschmack als Fuchs, der eigentlich ein Bulle ist, sind viele Privatanleger hierzulande viel zu optimistisch: 43 Prozent und damit in etwa so viele wie im Vorjahr gehen in den verbleibenden Monaten von weiter steigenden oder sogar stark steigenden Kursen beim Dax aus. 22 Prozent sind der Meinung, dass es zu keinen größeren Veränderungen kommen wird. Hingegen erwartet etwas mehr als ein Drittel der Befragten bis zum Jahresende fallende oder stark fallende Kurse bei unserem Leitindex. An der Online-Umfrage haben vor allem gut informierte Anleger teilgenommen, die als Selbstentscheider ohne Berater investieren.

Tatsächlich brauchte man sich um den weiteren Aufschwung der Aktienkurse keine Sorgen zu machen, wenn man nur auf die Geld- und Zinspolitik setzen würde. Doch gleich warnen prominente Analysten: So behutsam die Notenbanken daherkommen, so grobschlächtig bewegt sich so mancher Politiker. Und damit meinen sie nicht nur das Trump-eltier in Ami-Land, sondern auch Europäer (Engländer, Italiener). Jo, es sind vor allem die gewichtigen Elefanten im politischen Porzellanladen, die die positiven Wirtschafts- und Börsenaussichten zertreten können.

Und was empfehlen jetzt die Strategen? Für den langfristigen Vermögensaufbau und für die Altersvorsorge sollten weiterhin - und mehr denn je - Aktien im gesamten Portfolio berücksichtigt werden. Europäische Aktien gelten im internationalen Vergleich nicht gerade als preisgünstig. Defensive Sektoren wie Haushaltsgüter- und Lebensmittelhersteller scheinen den jüngsten Zinsrückgang aber noch nicht in vollem Umfang eingepreist zu haben - ihre Rally könnte sich daher kurzfristig fortsetzen.

Anleger auf der Suche nach „Value“ werdet Ihr aber in Japan fündig: Japanische Aktien liegen 2019 mit bisher 9 Prozent Gewinn aus Sicht von Euroanlegern deutlich hinter den USA und Europa mit jeweils 17 Prozent Plus. Die am Markt erwarteten Gewinne führen zu einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von nur 12 - das sind 10 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Außerdem liegt das Kurs-Buchwert-Verhältnis im Vergleich zu globalen Aktien auf einem Allzeittief, also sogar noch niedriger als 2012 kurz vor Beginn der damaligen Rally. Auch Indien behalten internationale Fondsmanager im Auge (Indien gilt mitunter als bessere Alternative zu China). In jedem Fall solltet Ihr, meine Freunde, weiter wachsam bleiben und vorsichtig investieren - also nicht alles verpulvern!

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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