Pandemie treibt Nachfrage nach Verpackungen von Schott

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Beim Spezialglashersteller Schott brummt das Geschäft mit Produkten für die Pharmaindustrie. Bis Ende dieses Jahres wolle Schott genügend Fläschchen für zwei Milliarden Covid-19- Impfdosen ausgeliefert haben, teilte das Mainzer Unternehmen am Mittwoch mit. Das entspreche etwa 200 Millionen Fläschchen. Bei drei von vier Pharmaunternehmen, die Covid-19-Impfstoffe schon herstellten oder an diesen noch forschten, würden die Fläschchen von Schott eingesetzt. Gegenwärtig liege der Auftragsbestand an Fläschchen für Covid-19 Impfstoffe bei 600 Millionen bis in das kommende Jahr hinein. Die normale Jahresproduktion liegt bei 5,5 Milliarden Behälter unterschiedlicher Füllgrößen.

Einen ungewöhnlichen Schub erwartet sich Vorstandschef Frank Heinricht durch die Nachfrage nach Covid-19-Impfstofffläschchen aber nicht. "Am Ende des Tages ist das ein ganzes normales Geschäft", sagte er. "So ein Fläschchen kostet zwischen fünf und zehn Cent, das ist streng genommen ein C-Artikel, der momentan aber eine A-Aufmerksamkeit genießt." Heinricht rechnet durch Covid-19 mit einem zusätzlichen Umsatz von 25 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr. "Das ist ungefähr ein Drittel dessen, was wir in unserem Pharmabereich zulegen wollen."

Weitere Treiber in dem Bereich seien das Geschäft mit neuen Verpackungsformen, vorfüllbaren Spritzen und eine hohe Nachfrage aus China, da dort zunehmend auf höherwertigere Pharmaverpackungen umgestellt werde. Schott stellt in 13 Ländern weltweit mehr als zehn Milliarden Spritzen, Fläschchen, Ampullen, Karpulen und Spezialartikel aus Röhrenglas oder Kunststoff her.

Im laufenden Geschäftsjahr 2020/21 will Schott seinen Umsatz insgesamt um bis zu fünf Prozent ausbauen. Zudem wollen die Mainzer mit 350 Millionen Euro so viel wie noch nie in ihrer Firmengeschichte investieren, unter anderem in ein weiteres Schmelzaggregat für Pharmaglas und den Ausbau ihrer Dünnglasproduktion. 2019/20 legte der Umsatz um zwei Prozent auf 2,24 Milliarden Euro zu, der operative Gewinn (Ebit) stieg um fünf Prozent auf 288 Millionen Euro.

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