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Panisch kaufen zum Jahresstart!

Wikifolio

Richtig investieren 2019 - die wikifolio-Trader schichten um

Panisch kaufen zum Jahresstart!

Die Silvester-Korken haben geknallt, die letzten Kekse wurden gegessen und der Weihnachtsbaum eventuell bereits aus dem Fenster geworfen. Nachdem das Börsenjahr 2018 in den USA mit der schwächsten Dezember-Bilanz seit Anfang der 1930er Jahre zu Ende gegangen war, hat sich die Stimmung der Marktteilnehmer nach den Feiertagen spürbar aufgehellt. Eine erste Gegenbewegung zum Abverkauf war auch längst überfällig. Seit dem Jahreswechsel hat der S&P 500 über drei Prozent zugelegt. Gegenüber dem Heiligabend-Tief beträgt das Kursplus sogar bereits zehn Prozent.

Ganz so sonnig ist es an den Aktienmärkten diesseits des Atlantiks zwar nicht, doch auch der DAX hat verlorenen Boden gut gemacht. Zugegeben, das war nicht allzu schwer, schließlich bekommt man die namhaften Vorzeigeunternehmen des deutschen Börsenbarometers nicht jeden Tag geschenkt (siehe auch „Im Moment sollte man in die Vollen gehen“). Wie geht's weiter? „Normalerweise steigt es jetzt noch solange, bis alle denken, der Bärenmarkt ist vorbei“, schätzt Carsten Schorn aka Abbakus. Der Markt, so der Trader, will wahrscheinlich die 11.000 Punkte im DAX sehen. Er selbst macht die Erholungsbewegung in seinem wikifolio Abacus aber nur am Rande mit: „Ich fahre mich und das Depot etwas runter. Die letzten Wochen waren mega anstrengend.“

In gewisser Weise beschreibt das auch die Stimmung in der Community: Die Erholung freut, doch Euphorie will noch nicht so recht aufkommen. Wer weiß schon, wann der nächste Trump'sche Tweet die Stimmung verhagelt. 

Cash-Quoten sind deutlich gestiegen

Entsprechend defensiv sind die Trader in das neue Jahr gestartet - zumindest im Vergleich zum Jahresstart 2018. Der Cash-Anteil in den wikifolios lag zuletzt satte 45 Prozent höher als 12 Monate zuvor. Fast jeden vierten Euro parken die Trader auf ihrem imaginären „Festgeldkonto“. Bei den Aktieninvestments haben sich die Gewichte ebenfalls verschoben. So ist der Anteil der deutschen Aktien von gut 53 auf nur noch 44 Prozent gesunken. Auf der anderen Seite haben US-Aktien relativ stark an Bedeutung gewonnen (von unter 11 auf über 14 Prozent).

Bei den am stärksten gewichteten Einzelwerten dominieren dennoch unverändert die heimischen Titel, die gleich mit acht Kandidaten in den Top-10 vertreten sind. Bis auf den DAX-Aufsteiger Wirecard handelt es sich dabei ausschließlich um Mid- und Small Caps. Mit Eckert+Ziegler hat es sogar eine Aktie in den elitären Kreis der Trader-Favoriten geschafft, die in keinem Auswahlindex der Deutschen Börse vertreten ist.

Small Caps mit Potenzial

Zur Wochenmitte summierte Michael Flender („GoldeselTrading“) die Lage an den Märkten wie folgt: „Das ist der Wahnsinn bei einigen Nebenwerten. Da sieht man, wie schnell die Stimmung drehen kann und alle panisch kaufen.“ Zykliker vorneweg, stand zuletzt so gut wie alles, das 2018 besonders stark verprügelt wurde, auf dem Einkaufszettel. Comeback-Chancen wurden von dem wikifolio-Trader aber schon längst ausgemacht.

Kurz vor dem Jahreswechsel hatte Flender damit gerechnet, dass viele Nebenwerte aus steuerlichen Gründen oder wegen dem „window dressing“-Effekt zunächst eventuell nochmal abverkauft würden. „Diese sollten dann im neuen Jahr aber wieder deutlich zulegen“, so der Berufstrader, der seine Prognose auch mit fundamentalen Argumenten unterfüttert: „In den letzten Monaten sind viele Aktien 30-50 Prozent gefallen, ohne dass es überhaupt schlechte Nachrichten gab. Dieses niedrige Niveau bietet jetzt natürlich auch ein großes Aufholpotenzial für 2019, sofern die Weltwirtschaft nicht komplett kollabiert. Eine kleine Rezession sollte schon eingepreist sein.“

In seinem wikifolio „Goldesel-Investing“ ist er aktuell zu gut 76 Prozent investiert. Seit Jahresbeginn konnte es mehr als vier Prozent zulegen.

Teilverkäufe können nicht schaden

Ähnlich zuversichtlich ist Joachim Köngeter aka „joibaer“ in das neue Börsenjahr gestartet. Auch er setzte ganz gezielt auf den von seinem Trader-Kollegen angesprochenen „window dressing“-Effekt rund um den Jahreswechsel. Dieser beruht auf der Annahme, dass Fondsmanager ihre sehr schlecht gelaufenen Aktien vor dem Jahresende verkaufen, um diese nicht im Depot ausweisen zu müssen. Für den Start des neuen Jahres hatte Köngeter dann sogar „Kaufdruck von der Fondsseite“ in Aussicht gestellt, weil die entsprechenden Aktien dann wieder ins Depot aufgenommen würden. Die Rechnung scheint aufgegangen zu sein: „Tatsächlich gab es gerade unter den 2018 extrem geprügelten Aktien einige massive Gewinner heute.“

Die lange Zeit zur Absicherung in sein wikifolio „Tradingchancen deutsche Aktien” eingebauten Short-Positionen auf den DAX hat er mittlerweile aufgelöst. Die Investitionsquote von 45 Prozent zeigt aber, dass der Trader weiterhin nur verhalten optimistisch ist. Stärkere Kursanstiege einzelner Aktien werden daher auch schon mal zu Teilverkäufen genutzt. Ein solcher Kandidat war jetzt zum Beispiel die Aktie von Dr. Hoenle, die mit einem Depot-Anteil von über vier Prozent aber immer noch eines der Schwergewichte in dem wikifolio ist.

„Es ist schon erstaunlich, wie lange sich manche Aktien Zeit lassen, um dann gleich fast zweistellig zuzulegen“, kommentierte er die rasante Erholung des Titels. Gänzlich überraschend kam die Wende aber nicht - bei vielen Werten waren die massiven Einbrüche zumindest teilweise rational nicht mehr erklärbar.

Absicherung und Kurzfrist-Handel

Immer noch recht skeptisch steht Axel Albietz („TraderOnkel“) einer vermeintlichen Trendwende an den Aktienmärkten gegenüber. Sein zu 54 Prozent mit Aktien bestücktes wikifolio „AA+ Master-Trading ohne Hebel“ enthält deshalb seit kurzem auch wieder zwei zweifach gehebelte ETFs auf den Short DAX, die von fallenden Kursen profitieren und mit 12 Prozent prominent gewichtet sind. Mit dieser Absicherung will der Trader das Risiko eines erneuten Draw-Downs abfedern: „Die Ausrichtung bleibt weiter defensiv. Meiner persönlichen Einschätzung nach wird der DAX die 11.000 Punkte-Marke nur schwer nachhaltig überwinden können. Ich verpasse nun lieber ein paar Punkte auf der Long-Seite und konzentriere mich weiterhin auf kurzfristiges Handel, welches durch die stark gestiegene Volatilität momentan sehr gut umsetzbar ist“.

Trotz der leicht im Minus liegenden Short-Positionen konnte das wikifolio seit dem Jahreswechsel einen Anstieg von immerhin zwei Prozent verbuchen. Seit der Erstellung vor knapp drei Jahren generierte Albietz im wikifolio eine Performance von fast 80 Prozent. Damit konnte er sogar die Highflyer der Nasdaq deutlich abhängen. Wie 2019 wird? Das bleibt abzuwarten, doch 2018 hat bewiesen, dass die Top-Trader auch mit schwierigen Marktphasen umgehen können. 

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