Post will im Paketgeschäft Konkurrenz durch Onlinehandel abwenden

Reuters

Düsseldorf (Reuters) - Die Deutsche Post will im boomenden Paketgeschäft mit neuen Dienstleistungen und besserer Arbeit Konkurrenz durch Internet-Riesen wie Amazon vorbeugen.

"Die richtige Antwort ist es, die eigene Leistungsfähigkeit zu verbessern", sagte Post-Chef Frank Appel vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf am Dienstagabend auf die Frage, ob er damit rechne, dass Online-Händler in die Auslieferung ihrer Pakete einsteigen könnten. Die Post arbeite "erfolgreich" mit Amazon zusammen, der US-Internetgigant sei mit den Dienstleistungen seines Konzerns "sehr zufrieden", versicherte Appel.

Die Post profitierte in den vergangenen Jahren stark vom Online-Handel - immer mehr Verbraucher bestellen ihre Waren im Internet, der Bonner Konzern liefert die Pakete dann an die Kunden aus. Es hatte in der Vergangenheit immer wieder Spekulationen gegeben, Amazon könnte nun auch die Zustellung seiner Pakete in die Hand nehmen - und das auch in der Bundesrepublik.

Die Post hat indes ein engmaschiges Zustellnetz geknüpft. Mit Packstationen und neuerdings auch Paketkästen versucht der Konzern zudem, die Zustellung flexibler und einfacher zu gestalten. Die Verbraucher sollen die Paketkästen in ihre Vorgärten stellen - sie können dann rund um die Uhr Pakete bekommen und sich nach der Arbeit den Gang zum Nachbarn sparen. In einem Pilotprojekt prüft die Post zudem zusammen mit Amazon und Audi die Möglichkeit, dass Verbraucher ihre Autos als mobile Lieferadresse für Pakete nutzen können. Die Bestellungen werden dabei in den Kofferraum der Fahrzeuge zugestellt. Durch eine Smartphone-App erhalten Zusteller der Post in dem Versuch sowohl den genauen Standort des Fahrzeugs als auch Zugang zum Kofferraum. Auch bei der Zustellung von im Internet bestellter Lebensmittel ist die Post aktiv - etwa beim Online-Supermarkt "Allyouneed" - ebenso bereitet sie sich auf die Zustellung im Internet ausgewählter Güter noch am Tag der Bestellung vor. Eine neue Post-Sparte sieht Appel aber nicht im Lebensmittel-Geschäft: "Wir wollen keine Supermarkt-Kette werden."

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