Reedereien: Frachtpreisrally dürfte weitergehen – Analysten zeigen sich uneinig über das Potenzial bei Hapag-Lloyd und Moeller-Maersk

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Reedereien: Frachtpreisrally dürfte weitergehen – Analysten zeigen sich uneinig über das Potenzial bei Hapag-Lloyd und Moeller-Maersk

Profitieren können zwar derzeit alle Reedereien aufgrund der extrem gestiegenen Transport-Nachfrage in den letzten Monaten, doch während die Analysten mit Moeller-Maersk jetzt erst so richtig warm zu werden scheinen, setzen bei Hapag-Lloyd die Gewinnmitnahmen ein und auch das Potenzial wird als weniger groß angesehen.

JPMorgan hat den Abwärtsdruck auf die Papiere von Hapag-Lloyd mit einer Abstufung beschleunigt, die Papiere liegen im heutigen Handel mit gut 6 Prozent im Minus. Maersk kann seine Gewinne dagegen um gut 3 Prozent ausbauen. Zuletzt waren beide Aktien im Eiltempo wegen erhöhter Frachtraten gestiegen. Hapag-Lloyd fielen nun vom Hoch seit Mai zurück, Maersk schafften es aber auf ein Hoch seit 2015.

Die Frachtpreise werden vorerst hoch bleiben

Ein Nachlassen der rasanten Frachtpreisrally ist nicht in Aussicht, da sind sich die Experten am Dienstag einig. Analyst William Fitzalan Howard von der Berenberg bezeichnete die Entwicklung als „beispiellos“ und lang anhaltend. Er begründete damit die Tatsache, dass er sein bisher negatives Votum für Moeller-Maersk in eine Kaufempfehlung drehte. Für die Papiere, die aktuell zu 14.890 dänischen Kronen gehandelt werden, sieht er nun Potenzial bis 17.500 Kronen. Damit zeigt er sich noch optimistischer als Samuel Bland von JPMorgan mit einem auf knapp 17.000 Kronen erhöhten Kursziel.

Für Hapag-Lloyd jedoch endete die Kursrally am Dienstag vorerst trotz dieser guten Branchenperspektiven. Seit dem Zwischentief im September hatten sich die Papiere der Container-Reederei bis zuletzt mehr als verdoppelt, nun machten Anleger im größeren Stil Kasse. Anders als bei Maersk sieht JPMorgan-Experte Bland bei Hapag-Lloyd kaum noch Potenzial, er blickt nun in der Branche selektiver voraus und senkte sein Votum auf „Neutral“. Sein Kursziel von etwa 100 Euro liegt nur noch knapp über dem aktuellen Kurs von 98,20 Euro.

Metzler ist optimistischer für Hapag-Lloyd

Sein Kollege Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler bewertet die Perspektiven von Hapag-Lloyd denn aber weiter gut. Angesichts einer „nicht zu stoppenden“ Dynamik bei den Frachtraten sieht er steigende Chancen dafür, dass die Aktionäre mit höheren Rückflüssen profitieren können. Er hält einen fairen Wert von 119 Euro für angemessen und rät ungebrochen zum Kauf der Reederei-Aktien.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: VanderWolf Images / Shutterstock.com

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