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Renault: Offizielles Gebot für Fusion mit Nissan ++ Wirecard: Softbank-Kooperation eine Goldmine? ++ Bitcoin: 7000 Dollar Marke geknackt

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Renault: Offizielles Gebot für Fusion mit Nissan ++ Wirecard: Softbank-Kooperation eine Goldmine? ++ Bitcoin: 7000 Dollar Marke geknackt

Für die Märkte wird am Montag der weitere Verlauf des Handelsstreits zwischen China und den USA im Fokus liegen. Am Freitag wirkten Aussagen von US-Finanzminister Steven Mnuchin noch ermutigend, die später mit ähnlichen Worten auch von US-Präsident Donald Trump in einer Twitter-Nachricht bestätigt wurden. Demnach sind die Diskussionen mit den Vertretern aus China konstruktiv geführt worden – und sie sollen fortgesetzt werden.

Am Sonntag bekräftigten die USA jedoch noch einmal, China müsse zu Gesetzesänderungen bereit sein, damit eine Einigung gelinge. Aus der Volksrepublik hieß es indes, man werde keine „bitteren Früchte“ schlucken, die den Interessen des Landes schadeten.

Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Market sprach von „Optimismus am Markt, dass die USA und China weiter miteinander verhandeln und eine Eskalation des Handelsstreits vermieden werden könnte“. Er hielt diesen Optimismus jedoch für fehl am Platz angesichts des zuletzt wieder härteren Tonfalls auf beiden Seiten. Die Gespräche zeigen schließlich auch: Echte Fortschritte suchen die Investoren weiter vergebens.

In Deutschland liegt der Fokus auch auf der Berichtssaison, unter anderem mit Zahlen von Eon. Bei dem Energiekonzern wirkte sich zum Jahresauftakt das britische Kundengeschäft belastend auf den Gewinn aus, die Jahresprognose bekräftigte der Konzern. Auch weiter im Blick der Anleger dürften die Aktien von Thyssenkrupp liegen, die am Freitag eine Monster-Kursrally von 30 Prozent hingelegt haben. Bei den Nebenwerten wurden Zahlen von der Cewe Stiftung, Hypoport, sowie der Deutschen Pfandbriefbank vorgelegt.

Weitere wichtige Meldungen:

EU-Außenminister arbeiten an Rettung des Iran-Abkommens

Die Außenminister der EU-Staaten wollen am Montag über die immer komplizierter werdenden Rettungsbemühungen für das Atomabkommen mit dem Iran beraten. Konkret geht es dabei vor allem darum, trotz amerikanischer Sanktionsdrohungen Handelsbeziehungen mit dem Iran aufrechtzuerhalten. Sollte dies nicht gelingen, könnte der Iran sein im Zuge des Abkommens eingestelltes Programm zum Bau einer Atombombe wieder aufnehmen. Für die Einstellung des Programms hatten die Vertragsstaaten nämlich eine Aufhebung der wirtschaftlichen Isolation des Landes versprochen.

Wegen US-Sanktionsdrohungen machten zuletzt aber kaum noch ausländische Unternehmen mit dem Iran Geschäfte. Das Land drohte daraufhin in der vergangenen Woche, nach Ablauf einer 60-Tages-Frist den Ausstieg aus dem 2015 geschlossenen Abkommen einzuleiten. Weitere Themen des Außenministertreffens sind die Konflikte in Venezuela und in Libyen sowie der Anti-Terrorkampf in afrikanischen Staaten wie Mali, Mauretanien und Niger. Zudem treffen sich die EU-Außenminister anlässlich des zehnjährigen Bestehens der sogenannten östlichen Partnerschaft mit ihren Kollegen aus den Ländern Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Moldau und Ukraine.

Renault treibt Fusionsvorhaben mit Nissan voran

Der französische Autobauer Renault hat bei seinem Fusionsvorhaben mit dem japanischen Partner Nissan einem TV-Bericht zufolge den Druck erhöht. Die Franzosen haben nach Informationen des japanischen TV-Senders TBS dem japanischen Konzern, der sich Medien zufolge bisher gegen eine Fusion stellt, jetzt ein offizielles Gebot unterbreitet. In den vergangenen Wochen hatte es in Presseberichten immer wieder geheißen, dass Renault unter seiner neuen Führung bei seinen Fusionsbestrebungen nicht locker lässt. Nissan und die japanische Regierung haben aber nach früheren Informationen der „Financial Times“ kein Interesse an einem Zusammenschluss.

Dem TBS-Bericht vom Montag zufolge schlug Renault in dem formellen Gebot einen Zusammenschluss in einer Holding mit gleichen Anteilen vor. Der TV-Sender beruft sich auf dabei auf nicht namentlich genannte Personen. Der Hauptsitz des fusionieren Unternehmens solle dabei weder in Frankreich noch Japan liegen. Damit sähe das formelle Gebot in etwa so aus, wie es unter anderem die Nachrichtenagentur Bloomberg Ende April berichtet hatte. Renault und Nissan sind bereits wechselseitig aneinander beteiligt. Zu der Allianz gehört auch der japanische Hersteller Mitsubishi Motors.

Wirecard verspricht sich viel von der Softbank-Kooperation

Der Zahlungsabwickler Wirecard verspricht sich von der Kooperation mit japanischen Softbank-Konzern deutliche Gewinnbeiträge. Der Vorstand schätzt das Gewinnpotenzial aus der Partnerschaft über einen Zeitraum von fünf Jahren auf 209 bis 273 Millionen Euro, wie Wirecard in der am Freitag veröffentlichten Einladung zur Hauptversammlung schrieb. Hinzu komme ein Wert für die darüber hinausgehende langfristige Kooperation, der deutlich höher sei. Dabei setzt Wirecard unter anderem auf Marktzugänge in Japan und Südkorea sowie die Entwicklung gemeinsamer neuer Produkte und Dienstleistungen.

Wirecard hatte erst im April mit Softbank einen renommierten Technologieinvestor als Ankeraktionär gewonnen. Die Japaner werden in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren. Wirecard will zu diesem Zweck eine Anleihe begeben, die nach Ablauf von fünf Jahren in gut 6,9 Millionen Aktien zu einem Preis von 130 Euro je Stück gewandelt werden soll.

Der Dax-Konzern profitiert seit Jahren vom ungebrochenen Trend hin zu elektronischen Zahlungen vor allem beim Onlineshopping. Erst vor wenigen Tagen wurde das Unternehmen im Zuge der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal für 2019 optimistischer. Vorstandschef Markus Braun hob nach einem starken Jahresstart die Erwartung an das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in diesem Jahr auf 760 bis 810 Millionen Euro an.

Bitcoin legt übers Wochenende massive Rally hin

Die Kryptowährung Bitcoin hat ihren starken Kursanstieg am Wochenende fortgesetzt und sich am Montag über 7000 US-Dollar gehalten. Am Morgen wurde die älteste und bekannteste Digitalwährung auf der Handelsplattform Bitstamp bei 7050 Dollar gehandelt. Am Sonntag war der Bitcoin-Kurs zeitweise bis auf 7585 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit vergangenen August. Marktbeobachter sprachen vom größten Handelsvolumen beim Bitcoin seit Beginn des Jahres.

Seit dem Hoch am Sonntag ist der Bitcoin-Kurs bis zum Morgen allerdings wieder etwa sechs Prozent zurückgefallen. In der vergangenen Woche war der Kurs des Bitcoin dagegen mehr als 1000 Dollar gestiegen. Als Ursache für die Kursrallye gelten Medienberichte über ein größeres Interesse institutioneller Investoren wie der amerikanische Vermögensverwalter Fidelity, oder auch Pläne großer Unternehmen wie Facebook, eigene Kryptowährungen auf den Markt zu bringen. Trotz der jüngsten massiven Kursgewinne wird die Digitalwährung aber noch weit unterhalb des Rekordhochs gehandelt, das Ende 2017 bei rund 20.000 Dollar erreicht worden war.

Der Hack der großen chinesischen Kryptobörse Binance, bei dem Bitcoin im Gegenwert von 40 Millionen US-Dollar gestohlen wurde, hat keinen nachhaltigen Vertrauensverlust im Markt ausgelöst und den seit Anfang April eingesetzten Aufwärtstrend nicht geschwächt.

Kurz und knapp:

Thyssenkrupp – Chef fordert Klarheit: Nach dem radikalen Strategiewechsel bei Thyssenkrupp hat Stahl-Gesamtbetriebsratschef Tekin Nasikkol Klarheit für die Stahlsparte des Industriekonzerns gefordert. „Ich erwarte ein neues Zukunftskonzept für den Stahlbereich“, sagte er der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Montag). Er betonte: „Betriebsbedingte Kündigungen hat es bei uns noch nie gegeben und darf es auch in Zukunft nicht geben.“ Thyssenkrupp hatte nach Gegenwind aus Brüssel die Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata gestoppt und auch die geplante Aufspaltung des Konzerns in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen für Werkstoffe und für Industriegüter abgesagt. Der Konzern soll als Ganzes erhalten bleiben.

VWSEC-Klage: Im „Dieselgate“-Rechtsstreit sind die Anwälte von Volkswagen und Ex-Chef Martin Winterkorn erstmals vor Gericht mit den Juristen der US-Börsenaufsicht SEC aufeinandergetroffen. Bei der Anhörung am Bundesbezirksgericht in San Francisco musste sich die SEC kritische Fragen von Richter Charles Breyer stellen lassen. Dieser zeigte sich verwundert, warum die Behörde ihre Klage gegen VW  erst 2019 einreichte. Er bezeichnete dies als „total verwirrend“ und forderte bis Juli eine Erklärung des zögerlichen Vorgehens.

Shell – Erste E-Ladesäulen: Der Energiekonzern Shell will noch in diesem Jahr bundesweit 50 Ladesäulen mit 100 Ladepunkten an seinen Tankstellen errichten. Die Ladeleistung soll dabei so hoch sein, dass ein Elektro-Auto in wenigen Minuten genug Strom für eine Fahrleistung von 100 Kilometern aufnehmen kann, wie Shell am Montag in Hamburg mitteilte. Damit ist Shell der erste Tankstellen-Konzern, der in einem größeren Umfang Ladesäulen anbietet, wenngleich nur ein kleiner Teil der rund 2000 Shell-Stationen aufgerüstet wird. Doch das soll nur der Anfang sein, heißt es in der Shell-Mitteilung.

(onvista/dpa-AFX)

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Titelfoto: nitpicker / Shutterstock.com

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