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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax steigt weiter; Fed und Bilanzen im Blick

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag an seine Vortagsgewinne angeknüpft. Im frühen Geschäft legte der Leitindex um 0,50 Prozent auf 11 637,04 Punkte zu. "Die Stimmung bleibt gut", sagte Marktanalyst David Madden vom Broker CMC Markets. Dazu trugen unter anderem starke Außenhandelsdaten aus China bei. In New York hatte der Ausgang der Kongresswahlen am Vorabend die Aktienmärkte beflügelt. Die zahlreichen Geschäftsberichte deutscher Unternehmen zeigten indes ein gemischtes Bild.

Der MDax stieg um 0,59 Prozent auf 24 566,38 Zähler und auf europäischer Bühne legte der Leitindex EuroStoxx 50 um 0,50 Prozent auf 3262,53 Punkte zu.

Die US-Zwischenwahlen waren ohne Überraschungen geblieben und so wurde ein Unsicherheitsfaktor ausgeräumt. Nun richtet sich der Fokus wieder auf die Geldpolitik: Am Abend steht die nächste Zinsentscheidung der US-Währungshüter an. Mit einer Zinserhöhung wird am Markt erst im Dezember gerechnet. "Anleger werden aber sehr genau auf Hinweise zur Geldpolitik im kommenden Jahr achten", sagte David Madden.

Für die Unternehmen in der Dax-Familie ist der Donnerstag ein ereignisreicher Tag: Aus Dax, MDax und SDax steht eine zweistellige Zahl von Unternehmen mit Quartalsberichten auf der Agenda. Dabei stachen aus dem Index der mittelgroßen Werte vor allem der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hervor, der mit einer Umsatzwarnung schockte.

Die Aktie von ProSieben sackte um fast 16 Prozent ab auf den tiefsten Stand seit Sommer 2012. Die Anleger reagierten entsetzt auf die am Vorabend gesenkten Umsatzziele und insbesondere auf die für 2018 gekappte Dividende. Konkurrent RTL hingegen bekräftigte zwar seine Jahresziele, enttäuschte die Anleger aber mit schwächeren TV-Werbeerlösen. Als zweitschwächster MDax-Wert verloren die RTL-Aktien daher 5,6 Prozent.

Im Dax ging es für die Continental-Aktien um 1,2 Prozent abwärts, denn der Autozulieferer und Reifenhersteller sieht nach einem schwachen dritten Quartal auch für den Jahresschluss Risiken.

Favorit war dort indes das Papier von HeidelbergCement mit plus 5,4 Prozent. Zwar litt der Baustoffkonzern im abgelaufenen Quartal unter deutlich höheren Energiekosten und widrigen Wetterverhältnissen in den USA, doch das angekündigte Sparprogramm kam gut am Markt an. Zudem hoffen die Anleger wohl auch auf ein neues Aktienrückkaufprogramm, das der Konzern für Mitte 2019 nun in Aussicht stellte.

Die Deutsche Telekom gewannen marktkonforme 0,6 Prozent. Vor allem dank des florierenden US-Geschäfts wurde das Management erneut zuversichtlicher und gab die nunmehr dritte Prognoseerhöhung für das bereinigte operative Ergebnis in diesem Jahr bekannt. Das Überraschungspotenzial allerdings war begrenzt, denn die US-Mobilfunktochter T-Mobile US hatte bereits zuvor die eigene Prognose angehoben. Zudem, so monierte die Credit Suisse, sei das Deutschlandgeschäft etwas enttäuschend verlaufen.

Die Anteile des Elektrounternehmens Siemens rückten um knapp 1 Prozent vor. Die Unternehmensprognosen für das neue Geschäftsjahr lägen zwar unter der Konsensschätzung, hieß es bei Barclays, die Geschäfte rund um die Digitalisierung entwickelten aber weiter gut.

Spitzenwert im MDax waren die Papiere der Commerzbank und des Maschinen- und Anlagenbauers Dürr . Bei der Commerzbank sind der Konzernumbau und der Ausbau des Geschäfts in Deutschland gut in der Spur, so dass die Aktie nun um knapp 5 Prozent anzog. Die im vergangenen Monat nach gekappten Margenzielen abgestraften Dürr-Aktien wurden nun von Hoffnungen auf ein starkes viertes Quartal getragen. Sie gewannen 4,8 Prozent./ck/zb

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