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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax mit leichten Verlusten

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Montag wieder einen kleinen Dämpfer erhalten. Die Erholungsbewegung seit Monatsbeginn stoppte, denn die Anleger ließen lieber Vorsicht walten. Dafür gab es charttechnische Gründe, nachdem der deutsche Leitindex am Freitag erstmals wieder seit Ende Februar die Marke von 12 500 Punkten überwunden hatte. Zudem belastete der neuerliche Euro-Anstieg in Richtung 1,24 US-Dollar.

Nachdem der Dax am Morgen noch freundlich gestartet war, schloss er 0,41 Prozent tiefer bei 12 391,41 Punkten. "Nach der starken Erholung von 11 800 Punkten Ende März auf zuletzt 12 500 Punkte ist erst einmal eine Konsolidierung angesagt", sagte Uwe Eilers, Geschäftsführer der Frankfurter Vermögen GmbH.

Der Syrien-Konflikt zwischen den USA und Russland schwelt weiter, auch wenn er nicht weiter eskalierte. Zudem warf US-Präsident Donald Trump Russland und China vor, ihre Währungen abzuwerten, während die USA weiter ihre Zinsen erhöhten. Das brachte den Dollar unter Druck und ließ im Gegenzug den Euro steigen. Ein starker Euro jedoch kann die Wachstumsdynamik gefährden und daher Aktien exportorientierter Unternehmen belasten.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax fiel um 0,36 Prozent auf 25 538,27 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax büßte 0,48 Prozent auf 2607,62 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,20 Prozent auf 3441,04 Zähler. In Paris gab der Leitindex CAC-40 nur minimal nach, während die Londoner Börse den Tag schwach beendete. In den USA legte der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,8 Prozent zu.

Spitzenreiter im Dax waren im Zuge sinkender Ölpreise die Aktien der Lufthansa mit einem Plus von 1,6 Prozent. Dagegen litten die Vorzugsaktien von Volkswagen am Index-Ende unter Gewinnmitnahmen von fast 3 Prozent. Der Wechsel an der Konzernspitze hatte sie in den Tagen zuvor allerdings auch kräftig steigen lassen. Die Aktien des Spezialchemiekonzerns Covestro waren indes nur optisch schwach, denn sie wurden bereinigt um die Dividendenzahlung von 2,20 Euro gehandelt.

Im TecDax brachen die Aktien der Software AG nach überraschend schwachen Zahlen für das erste Quartal um etwas mehr als 6 Prozent ein. Grund war unter anderem ein schwächelndes Geschäft mit Integrationssoftware (DBP). Die Papiere des Medizintechnikunternehmens Carl Zeiss Meditec fielen um 1,3 Prozent, nachdem die britische Bank HSBC ihre Kaufempfehlung gestrichen hatte.

Für die Anteilscheine der Start-up-Schmiede Rocket Internet ging es nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufs im MDax um 1,7 Prozent nach oben.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,35 Prozent am Freitag auf 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 140,07 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,10 Prozent auf 159,14 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2370 (Freitag: 1,2317) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8084 (0,8119) Euro./ck/he


Von Claudia Müller, dpa-AFX

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Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

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