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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Handelskonflikt würgt die Erholung ab

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Handelskrieg zwischen den USA und China hat die zaghafte Kurserholung der beiden vergangenen Tage am Mittwoch jäh beendet. Der Dax fiel um 1,53 Prozent auf 12 417,13 Punkte, womit die Zugewinne vom Montag und Dienstag schon wieder Makulatur sind. "Der Handelskonflikt läuft heiß", stellte Analyst Marc Chandler von der Bank RBC fest. Das habe die Börsen weltweit wieder auf Talfahrt geschickt.

Die US-Regierung legte eine Liste mit weiteren Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar vor, die mit Strafzöllen von zehn Prozent belegt werden können. Damit wäre die Hälfte aller Einfuhren aus China von Sonderabgaben betroffen. Ende August könnten die Zölle in Kraft treten. China reagierte "geschockt" und kündigte für den Fall des Inkrafttretens "notwendige Gegenmaßnahmen" an.

Nicht ganz so stark unter die Räder wie der Dax gerieten die Indizes der Nebenwerte: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gab um 0,87 Prozent auf 26 139,75 Punkte nach. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,55 Prozent auf 2794,25 Zähler.

Auch der Nato-Gipfel in Brüssel vermochte die Stimmung an den Finanzmärkten nicht zu heben. Denn dort gerieten die USA und Deutschland frontal aneinander. US-Präsident Donald Trump griff die Bundesregierung wegen zu niedriger Verteidigungsausgaben und milliardenschwerer Gasimporte aus Russland scharf an - was sich Kanzlerin Angela Merkel strikt verbat.

Unter den Einzelwerten waren die Anteile von Thyssenkrupp Schlusslicht im Dax mit minus 4,27 Prozent und im MDax lagen Salzgitter mit minus 3,09 Prozent ganz hinten. Sie litten besonders unter dem aufflammenden Handelskrieg. Den Aktien der deutschen Autobranche erging es nur unwesentlich besser, sie verloren bis zu 3 Prozent.

Die Papiere von Bayer fielen um 2,36 Prozent. In den USA drohen dem erst kürzlich übernommenen Saatgut- und Herbizid-Hersteller Monsanto zahlreiche Klagen wegen möglicher Krebsrisiken durch den Unkrautvernichter Glyphosat.

In der zweiten Reihe stand der IT-Dienstleister Bechtle im Fokus. Dieser will den französischen Wettbewerber Inmac Wstore übernehmen. Analysten werteten den Zukauf als strategisch sinnvoll, Bechtle stiegen um 2,29 Prozent an die Spitze des TecDax.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank am Mittwoch um 1,47 Prozent auf 3422,35 Punkte. An den Börsen in Paris und London ging es ähnlich stark abwärts wie mit dem Dax. Der Dow Jones Industrial zeigte sich zum europäischen Börsenschluss leichter.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite von 0,18 Prozent am Vortag auf 0,17 Prozent nach. Der Rentenindex Rex stieg um 0,07 Prozent auf 141,47 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,09 Prozent auf 162,54 Punkte zu. Der Eurokurs gab am frühen Abend leicht nach, zuletzt lag er bei 1,1720 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1735 (Montag: 1,1713) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8522 (0,8538) Euro gekostet./bek/he


Von Benjamin Krieger, dpa-AFX

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