ROUNDUP: Juli macht RIB Software trotz durchwachsenem Quartal optimistisch

dpa-AFX

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Bausoftwarehersteller RIB Software traut sich nach einem durchwachsenem zweiten Quartal dank des guten Monats Juli mehr zu. Weil die Umstellung vom Lizenzerlösmodell auf Software zur Miete zunächst weniger große Einmalbeiträge brachte, fiel das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen April und Juni im Jahresvergleich jedoch um 3,3 Prozent auf 8,7 Millionen Euro, wie das SDax -Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Würde der positive Effekt einer Bilanzierungsänderung herausgerechnet, wäre das Ergebnis sogar um fast ein Fünftel gesunken.

Allerdings wuchsen die Umsätze insgesamt dank des brummenden Cloudgeschäfts rasant um die Hälfte auf 46,1 Millionen Euro. Das Unternehmen hatte bereits am Vorabend seine Umsatz- und Ergebnisprognosen erhöht und dabei vor allem auf den starken Juli verwiesen, der nicht mehr ins zweite Quartal fällt. RIB Software investiert derzeit viel, um Kunden von fest installierten Programmen auf Software aus dem Internet umzustellen.

Den Umsatz für 2019 sieht RIB Software jetzt bei 200 bis 220 Millionen Euro statt 180 bis 200 Millionen Euro wie bisher, auch wegen weiterer möglicher Zukäufe. Das um Sondereffekte bereinigte Ebitda erwartet das Unternehmen bei 45 bis 50 Millionen Euro, zuvor waren es 36 bis 46 Millionen Euro. Im ersten halben Jahr lag das operative Ebitda bei 20,4 Millionen Euro nach 18,9 Millionen vor einem Jahr.

Die angehobene Umsatzprognose sei positiv, sagte ein Händler am Morgen. Die neuen Gewinnziele entsprächen aber lediglich den Erwartungen am Markt. Die Aktie notierte vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate 1,1 Prozent im Plus. Das Papier hat im bisherigen Jahresverlauf bereits um rund die Hälfte zugelegt.

Der 62-jährige Vorstandschef Tom Wolf will seinen Vertrag nicht über das Vertragsende 2022 hinaus verlängern. Eine Regelung für die Nachfolge soll in den kommenden 24 Monaten gefunden werden. Wolf ist mit seiner Familie mit rund 16,9 Prozent größter Aktionär des Konzerns. Für das kommende Jahrzehnt will das Unternehmen zudem eine neue Strategie erarbeiten - dazu spreche das Unternehmen auch mit strategischen oder Finanzinvestoren. Konkrete Ergebnisse lägen aber nicht vor.

Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn sackte im zweiten Quartal unter anderem auch wegen hoher Kosten für Werbung und Vertrieb von 3,1 Millionen Euro vor einem Jahr auf knapp 0,5 Millionen Euro ab./men/nas/jha/

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