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ROUNDUP: Ökostrom-Umlage sinkt - Kritik gibt es trotzdem

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die Umlage zur Förderung von Ökostrom in Deutschland sinkt. Die Abgabe zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) beträgt im kommenden Jahr 6,405 Cent pro Kilowattstunde, im Vorjahr waren es noch 6,79 Cent. Das teilten die Betreiber der großen Stromnetze am Montag mit.

Die EEG-Umlage ist ein wichtiger Bestandteil des Strompreises, sie macht ungefähr ein Viertel aus. Sie finanziert die festen Vergütungen, die Ökostrom-Produzenten für ihren Strom bislang unabhängig vom Marktpreis bekommen. Dazu kommen neben den Netzentgelten aber auch noch Steuern, weitere Abgaben und Umlagen sowie die Produktionskosten.

Trotz der Entlastung bei der Ökostrom-Umlage könnten die Strompreise für Privathaushalte im kommenden Jahr insgesamt nach Darstellung von Branchenexperten aber leicht steigen. Grund sind vor allem erwartete höhere Netzentgelte und Beschaffungskosten.

Zugleich gaben die großen Stromnetzbetreiber die sogenannte Offshore-Netzumlage für 2019 bekannt. Sie beträgt 0,416 Cent pro Kilowattstunde. Die Kosten für den Anschluss von Windkraftanlagen vor den Küsten an das Hauptstromnetz werden über diese Netzumlage von den Verbrauchern getragen.

Die Ökostrom-Umlage war in den vergangenen Jahren meistens von Jahr zu Jahr gestiegen und steht oft im Mittelpunkt der Kritik an der deutschen Energiewende, also dem Umstieg auf Ökostrom aus Wind, Sonne und Biomasse. Rabatte gibt es unter anderem für energieintensive Industrie, um deren internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht zu gefährden. 2018 profitierten fast 2000 Unternehmen von den Rabatten.

"Es ist zwar erfreulich, dass die EEG-Umlage zum zweiten Mal in Folge für private Verbraucherinnen und Verbraucher sinkt. Das macht sich für sie aber kaum im Geldbeutel bemerkbar, da die Börsenstrompreise parallel angestiegen sind", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverband, Klaus Müller. Es bleibe dabei, dass Privathaushalte einen Großteil der Kosten schulterten. Die Stromsteuer solle "nahezu" abgeschafft, Privilegien der Industrie reduziert und die Umlage teils aus Steuern bezahlt werden. Mittelständische Industrieunternehmen mahnten, das Absinken der Umlage sei "kein Grund zur Entwarnung"./hoe/ted/DP/mis

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