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ROUNDUP: Starker Sommer treibt Autozulieferer Hella an - Aktie an MDax-Spitze

dpa-AFX

LIPPSTADT (dpa-AFX) - Der Autozulieferer Hella ist überraschend stark in sein neues Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende August legten Umsatz und Gewinn stärker zu als von Analysten erwartet. Dazu dürften Experten zufolge auch die neuen Abgas- und Verbrauchstests nach dem WLTP-Standard beigetragen haben. Wegen der Umstellung hätten Autohersteller ihre Produktion in den vergangenen Monaten hochgefahren - und deswegen auch mehr Scheinwerfer und andere Teile von Hella verbaut.

Hella-Chef Rolf Breidenbach zeigte sich mit dem Start ins Geschäftsjahr trotz aller Probleme der Autobranche rund um Diesel und Abgase zufrieden. "Auch wenn die Marktunsicherheiten zunehmen, sehen wir uns auf einem guten Weg, unsere Jahresziele zu erreichen", sagte er bei der Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag in Lippstadt.

Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwartet er weiterhin ein Umsatzplus von 5 bis 10 Prozent, wenn man Schwankungen der Währungskurse sowie den Kauf oder Verkauf von Geschäftsteilen herausrechnet. Auch der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll in dieser Größenordnung zulegen.

Im ersten Geschäftsquartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz von fast 1,8 Milliarden Euro und damit fast zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das bereinigte Ebit legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 140 Millionen Euro zu. Unter dem Strich ging der Überschuss um rund 16 Prozent auf 95 Millionen Euro nach oben. Dabei konnte Hella einen größten Teil des Umsatzes als operativen Gewinn einstreichen als ein Jahr zuvor. Die bereinigte Ebit-Marge stieg von 7,7 auf 7,8 Prozent.

Mit den Quartalszahlen übertraf Hella durchweg die Erwartungen von Analysten. Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten entsprechend gut an. Kurz nach Handelsstart in Frankfurt legte die Hella-Aktie am Morgen um 2,16 Prozent zu und war damit Spitzenreiter im MDax . Damit liegt ihr Kurs wieder auf dem Niveau von Anfang 2018.

Analyst Jose Asumendi von der US-Investmentbank JPMorgan zeigte sich von dem Zahlenwerk positiv überrascht. Er sieht allerdings "künstlich hohe Umsatzmengen", da die Autobauer wegen der im August gestarteten Abgasverfahren (WLTP) zuletzt überproduziert hätten. Hella zufolge waren Lichtsysteme wie Scheinwerfer, aber auch Elektroniklösungen rund um Fahrerassistenzsysteme und Energiemanagement weiterhin stark gefragt. Zudem sei die Produktion zahlreicher neuer Entwicklungen angelaufen./stw/elm/stw/fba

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