ROUNDUP/US-Notenbank: Wirtschaft wächst verhalten - Unternehmen optimistisch

dpa-AFX

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft ist zu Jahresbeginn eher verhalten gewachsen, die gestartete Corona-Impfkampagne lässt die Unternehmen aber zuversichtlich in die Zukunft blicken. Dies ist das Fazit des neuen Konjunkturberichts der amerikanischen Notenbank Federal Reserve, der am Mittwoch in Washington veröffentlicht wurde. In den meisten Regionen der USA blicke man angesichts angelaufener Corona-Impfungen hoffnungsvoll auf die nächsten sechs bis zwölf Monate, heißt es in dem Bericht.

Der Freizeitbereich und das Gastgewerbe litten weiterhin unter den Corona-Beschränkungen, merkt der Bericht an. Dagegen habe sich die Lage in der Industrie weiter gebessert, wenn auch nur moderat. Schon seit längerem ist bekannt, dass der Dienstleistungsbereich deutlich stärker unter den teils harten Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu leiden hat als das verarbeitende Gewerbe.

Den Immobilienmarkt umschreibt der Bericht als anhaltend robust. Die historisch niedrigen Hypothekenzinsen heizten die Nachfrage nach neuen Häusern ebenso an wie nach Gebrauchtimmobilien, was die Preise steigen lasse. Nicht nur in den USA, auch in vielen anderen Ländern hat sich der private Immobiliensektor - im Gegensatz zum gewerblichen Bereich - auffällig solide entwickelt. Ein Grund liegt in der Suche nach mehr Wohnraum wegen Heimarbeit.

Die Lage am Arbeitsmarkt wird hingegen als eher durchwachsen beschrieben. Zwar steige die Beschäftigung in vielen Regionen, allerdings nur schwach. Die Stärke der Nachfrage nach Arbeitskräften hänge signifikant vom Einsatzbereich und von den Qualifikationen der Arbeitnehmer ab. Der US-Arbeitsmarkt wurde durch die Corona-Krise stark getroffen. Noch immer sind Millionen Amerikaner, die vor der Pandemie beschäftigt waren, ohne Job. Wie die Fed mehrfach erklärt hat, wird es aus ihrer Sicht lange dauern, die vielen Arbeitslosen wieder in reguläre Arbeit zu bringen.

An der Preisfront stellt die Fed höhere Kosten auf Unternehmensebene fest. So seien etwa die Preise für Stahl und Holz deutlich gestiegen. Gründe seien Probleme in den Lieferketten und die hohe Nachfrage. Auch die Transportkosten deuteten wegen steigender Energiekosten und zunehmend knapper Kapazitäten nach oben.

Der Konjunkturbericht der Fed umschreibt die konjunkturelle Lage in den USA von Anfang Januar bis Mitte Februar. Er wurde von der regionalen Notenbank von Atlanta erstellt und gibt nicht die Sichtweise der Fed wieder. Vielmehr zeichnet er ein Konjunkturbild, wie es von Kontakten der Fed aus der Wirtschaft wahrgenommen wird./bgf/men

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