S&P 500: Bank of America spielt den Partycrasher – Experten sehen „größeres Abwärtsrisiko“ für den Index

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S&P 500: Bank of America spielt den Partycrasher – Experten sehen „größeres Abwärtsrisiko“ für den Index

Mitten in die Party für ein neues Allzeithoch bei 4598 Punkten kommen die Experten der Bank of America um die Ecke und heben warnend den Finger: „Wir sehen bis zum Jahresende ein größeres Abwärtsrisiko für den S&P 500“, schrieb Savita Subramanian, Leiterin der US-Aktien- und quantitativen Strategie bei der Bank of America, in einer Mitteilung am Dienstag. Das Expertenteam bleibt bei seiner Prognose und sieht den amerikanischen Index am Ende des Jahres bei 4.200 Punkten.  Das wäre ein Rückschlagspotenzial von fast 9 Prozent ausgehend vom heutigen All-Time-High.

3 Gründe für den Rücksetzer 

Die Bank of America begründete ihr rückläufiges S&P 500-Ziel mit drei Punkten:

„Extended valuations“ – Für Subramanian sind die Bewertungen vieler Aktien im Index zu weit ausgedehnt.

„Near euphoric sentiment” – Die Stimmung an den Märkten ist schon fast euphorisch. Was im Umkehrschluss bedeutet: Keiner will die Risiken wirklich mehr sehen. Und diese Risiken fassen die Experten unter Punkt 3 zusammen

„Peak margin risk - due to headwinds from supply chain disruptions, labor inflation, potential tax hikes, the energy crisis, China GDP risks and peak globalization.“

Für Subramanian und ihr Team sind die hohen Margen bei den Unternehmen mittlerweile zu einem Risiko geworden, da befürchtet wird, dass Probleme in der Lieferkette, steigende Arbeitslöhne, potenzielle Steuererhöhungen, eine Energie-Krise, BIP-Risiken und eine Globalisiserung auf dem Höhepunkt die hohen Margen auch ganz schnell wieder drücken können.

Daher wird auch 2022 eher mau

Die Bank of Amerika rechnet auch damit, dass sich die Probleme durch das ganze kommende Jahr ziehen und sieht den S&P 500 enden 2022 mit 4.600 Punkten in etwas auf dem aktuellen Niveau. „Die Fed-Liquidität hat den Großteil der Marktrenditen nach der globalen Finanzkrise erklärt, und die Tapering-Prognose der Bank of Amerika würde bis zum Jahresende 2022 einen Markt anzeigen, der seitwärts läuft“, heißt es in der Mitteilung.

Der Tipp für die Anleger

Die Bank of Amerika lässt die Anleger aber nicht im Regen stehen. Sie hat auch einen Tipp für die Anleger, wenn die Märkte beginnen abzutauchen. Laut der BofA wird es bei einem fallenden Markt noch wichtiger werden sich speziell auf Dividendentitel zu konzentrieren – am Besten auf Dividenden-Aristokraten – also Unternehmen die ihre Dividende von Jahr zu Jahr erhöhen. „Wir sehen Dividendenerhaltung und Wachstum als die wichtigsten Einzelkriterien für die Aktienauswahl an, die möglicherweise den Unterschied zwischen einer flachen bis negativen und einer positiven Rendite in den nächsten 10 Jahren im S&P 500 ausmachen könnten“, sagten die Experten.

Redaktion onvista

Foto: kurhan / Shutterstock.com

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