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Schuldenfinanzierung in China überraschend stark gewachsen

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Chinesische Unternehmen und Privatpersonen sind so stark verschuldet wie seit Juni nicht mehr. Das gesamte inländische Finanzierungsvolumen ("total social financing") sei im September auf 1,3 Billionen Yuan (circa 179 Milliarden Euro) angewachsen, teilte die chinesische Zentralbank am Donnerstag in Peking mit. Das sind knapp 220 Milliarden Yuan mehr als im August. Ökonomen hatten mit einem nicht einmal halb so großen Zu98 wachs gerechnet.

Das aggregierte Finanzierungsvolumen wird in China seit dem Jahr 2011 erhoben. Es gibt wider, in welchem Umfang sich Unternehmen und Privatpersonen verschulden. Banken sind von der Rechnung ausgenommen. Der Wert liegt im September auf dem höchsten Niveau seit Juni, also vor den Börsenturbulenzen, die im Juli durch eine überraschende Währungsabwertung ausgelöst worden waren. Seitdem macht die chinesische Wirtschaft vor allem durch schlechte Konjunkturdaten auf sich aufmerksam. Die chinesische Führung versucht, durch eine Ausweitung der Finanzierungskanäle gegenzusteuern.

Einige Beobachter sehen allerdings das Ausmaß der Schuldenfinanzierung in China kritisch. Es gebe erhebliche Risiken an den chinesischen Finanzmärkten, die vor allem auf einen hohen Verschuldungsgrad der Unternehmen zurückzuführen seien, meint Jonathan Cornish, Asienexperte bei der Ratingagentur Fitch. Unternehmensinsolvenzen seien zwar bislang selten. "Dies ist aber darauf zurückzuführen, dass eine Reihe von ungesunden Unternehmen durch künstlich billig gehaltene Kredite am Leben gehalten werden." Es bestehe die Gefahr, dass "Zombie-Unternehmen" herangezüchtet werden, die ohne die künstlichen Krediterleichterungen nicht überleben könnten./tos/bgf

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Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

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