Schwarzer Montag – Lehren aus dem Crash

Flossbach von Storch · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Mit einem Tagesverlust von 22,6 Prozent schrieb der Börsencrash 1987 Geschichte. Warum die Folgen bis heute spürbar sind und es für Anleger Ende ’87 eine dicke Überraschung gab.

Als am Nachmittag des 19. Oktober 1987 die Wall Street schloss, war innerhalb weniger Stunden in New York knapp ein Viertel des Börsenkapitals der 30 größten US-Unternehmen vernichtet worden. Der Dow Jones schloss mit unvorstellbaren 22,6 Prozent im Minus. In der Folge brachen auch die Börsen in Asien und Europa ein. Ins kollektive Gedächtnis ging der erste große Börsenkrach nach dem Zweiten Weltkrieg als „Schwarzer Montag“ ein.

Der Crash von 1987 - das Maß aller Dinge

Bis heute prägt dieser Schwarze Montag die Börse. Zum einen, wenn es um Vergleiche geht: Geraten Märkte unter Druck, ist dieser Tag das Referenzdatum. Wie hoch ist der absolute Verlust in Punkten? Wie hoch der Einbruch in Prozenten? Zum anderen, weil mit dem damaligen Crash auch geldpolitische Gegenmittel erfunden wurden, die bis heute bei Finanzkrisen zum Einsatz kommen.

Experten betreiben Ursachenforschung

Doch was ist damals 1987 an der Wall Street geschehen - was löste den Crash aus? Dieser Frage widmeten sich in den Folgejahren gleich mehrere Institutionen wie die US-Notenbank Federal Reserve und Wissenschaftler wie Nobelpreisträger Robert Shiller. Würde man die Ursache genau kennen, wäre man für künftige Crashs womöglich besser gewappnet.

War Ronald Reagans Politik schuld?

Warum also stürzte der US-Markt so dramatisch ab, nachdem er zuvor kontinuierlich gewachsen war? Dafür lohnt sich ein Blick auf die USA in den 1980er Jahren. Damals regierte Ronald Reagan das Land. Er verfolgte eine auch „Reagonomics“ genannte Steuer- und Wirtschaftspolitik, die umfangreiche Steuersenkungen für Bürger und Unternehmen vorsah. Das kurbelte die Konjunktur an, allerdings stieg auch das Haushaltsdefizit der USA.

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