Seniorin in Japan an Coronavirus gestorben

Reuters

Tokio (Reuters) - In Japan ist erstmals ein Mensch an dem Coronavirus gestorben.

Seniorin in Japan an Coronavirus gestorben

Gesundheitsminister Katsunobu Kato sagte am Donnerstag, die Tote sei eine mehr als 80 Jahre alte Frau, die in der Präfektor Kanagawa gelebt habe, die an die Hauptstadt Tokio angrenzt. Weitere Details nannte er nicht. Es ist die dritte Person, die außerhalb Chinas an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben ist.

In der Hauptstadt wurde unterdessen ein Taxifahrer positiv auf das Virus getestet, wie der Sender NHK berichtete. Unter Berufung auf Insider hieß es, das Gesundheitsministerium versuche derzeit, die Route des Mannes nachzuverfolgen. Der Mann sei älter als 70 Jahre. Er habe angegeben, Passagiere befördert zu haben, die augenscheinlich aus China stammten. Angesichts der zahlreichen Passagiere, die Taxifahrer in der Stadt täglich befördern, dürfte das die Angst vor einer weiteren Ausbreitung der Krankheit schüren.

Unterdessen dürfen ab Freitag einige Menschen das Kreuzfahrtschiff Diamond Princess verlassen, das derzeit im Hafen von Yokohama in Quarantäne liegt. Dabei handle es sich um ältere Passagiere, die unter Vorerkrankungen litten oder Innenkabinen ohne Fenster gebucht hätten, sagte Gesundheitsminister Kato. Sie sollen an Land in Quarantäne bleiben. Auf dem Schiff befinden sich ungefähr 3500 Menschen. Mehr als 200 davon sind mit dem Coronavirus infiziert. Etwa 80 Prozent der Passagiere sind japanischen Medienberichten zufolge älter als 60 Jahre, 215 sind älter als 80, elf sogar älter als 90 Jahre.

Japan gehört zu den Ländern, die am stärksten von der Krankheit betroffen sind. Die Regierung in Tokio will zusätzlich etwa 86 Millionen für deren Bekämpfung zur Verfügung stellen. Eine Entscheidung, ob dazu die Haushaltsreserven angezapft werden, soll am Freitag getroffen werden, wie Ministerpräsident Shinzo Abe ankündigte. Der Präsident des Olympia-Organisationskomitees Yoshiro Mori erklärte, die Sportveranstaltung solle wie geplant im Sommer in Tokio stattfinden. "Ich will betonen, dass nicht über eine Verschiebung oder Absage der Tokioter Spiele nachgedacht wird."

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