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Smartphone-Schwäche treibt Samsung um - Starkes Chipgeschäft

Reuters

Seoul (Reuters) - Das bisher lukrative Smartphone-Geschäft wird für Samsung Electronics zum Klotz am Bein.

Wegen schwacher Verkäufe des Flaggschiff-Produkts Galaxy S9 steigerte der südkoreanische Konzern seinen Betriebsgewinn nicht wie gewohnt. Im zweiten Quartal legte das Ergebnis trotz florierender Halbleiter-Verkäufe nur um knapp sechs Prozent auf 14,9 Billionen Won (11,4 Milliarden Euro) zu. Es war das kleinste Plus seit mehr als einem Jahr. Der Betriebsgewinn im umkämpften Smartphone-Geschäft brach um 34 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro ein. Kunden greifen immer häufiger bei den meist günstigeren Geräten der chinesischen Wettbewerber Xiaomi, Huawei, Oppo und Vivi zu.

Allerdings kämpfen alle Anbieter damit, dass immer mehr Menschen auf der Welt längst ein Alleskönner-Handy besitzen und dieses nur ab und zu durch eine neuere Version ersetzen. Der Umsatz des drittgrößten Smartphone-Anbieters der Welt, Huawei, kletterte im ersten Halbjahr auf 40,7 Milliarden Euro und damit so langsam wie zuletzt vor fünf Jahren. Mit Spannung wird die Quartalsbilanz von Apple erwartet. Der US-Konzern ist besonders von der Entwicklung des iPhone-Absatzes abhängig, der einen Großteil des Gewinns ausmacht. Apple gibt nach US-Börsenschluss Einblick ins Geschäft der letzten drei Monate. "Der Bedarf an Premium- und High-End-Smartphones erlitt Verluste aufgrund marginaler Zusatzvorteile bei den Upgrades", sagte Gartner-Experte Anshul Gupta über das Geschäft von Januar bis März. Analysten rechnen trotzdem mit einem Umsatz- und Gewinnplus bei Apple.

Während Apple ausschließlich Computer und Unterhaltungselektronik im Angebot hat, setzt Samsung auf ein breites Sortiment, zu dem Fernseher, Hausgeräte, Bildschirme und eben Halbleiter gehören. Fürs Smartphone-Geschäft rechnet der Marktführer trotz umfangreicher Marketingaktivitäten in der zweiten Jahreshälfte wegen neuer Modelle sogar noch mit mehr Gegenwind. "Samsung hat im Preiswettbewerb längst gegen China verloren und wird nun auch beim Design und der Hardware unter Druck gesetzt", sagte Fondsmanager Park Jung Hoon von HDC Asset Management, die auch an Samsung beteiligt sind. Als nächste Neuerung gelten faltbare Smartphones. Deren Markteinführung dürfte sich aber noch in die Länge ziehen.

Während es im Smartphone-Geschäft an vielen Ecken hakt, läuft die Chip-Sparte rund. Hier schnellte der Gewinn um 45 Prozent auf den Rekordwert von 8,8 Milliarden Euro nach oben. Vor allem Anbieter von Kryptowährungen und Betreiber von Rechenzentren reißen den Südkoreanern ihre Speicherchips aus den Händen. Trotzdem sank der Umsatz des Gesamtkonzerns von April bis Juni um vier Prozent auf 44,6 Milliarden Euro. Die Samsung-Aktie fiel in Seoul 0,5 Prozent.

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