Spionage-Anklage wegen Weitergabe von Bundestagsgrundrissen an Russland

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Bundesanwaltschaft hat einen Deutschen wegen Spionage angeklagt, weil er Grundrisse von durch den Bundestag genutzten Gebäuden an Russland weitergegeben haben soll.

Bei dem Verdächtigen Jens F. handele es sich um einen Mitarbeiter eines Unternehmens, das in der Vergangenheit mehrfach für den Bundestag elektrische Geräte gewartet habe, teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mit. Der Mann habe Zugriff auf PDF-Dateien mit den Grundrissen der vom Bundestag genutzten Liegenschaften gehabt. Er soll aus eigenem Antrieb im Jahr 2017 Informationen darüber an russische Nachrichtendienste weitergegeben haben. Dazu habe er einen Datenträger mit den PDF-Dateien angefertigt und ihn an einen Mitarbeiter der russischen Botschaft in Berlin geschickt. Dieser sei hauptamtlich für den russischen Militärgeheimdienst GRU tätig.

Die Anklage wegen Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit wurde laut Bundesanwaltschaft bereits am 12. Februar vor dem Staatsschutzsenat des Kammergerichts in Berlin erhoben. Die Anklageschrift wurde nun zugestellt.

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