Spitzenposition, steigende Nutzerzahlen – diese Aktien haben 2020 Potenzial

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Spitzenposition, steigende Nutzerzahlen – diese Aktien haben 2020 Potenzial

Wie immer zu Jahresbeginn verfallen wir gerne in die gleichen Muster und Rituale. In der Fitnessbranche freut man sich über die unzähligen neuen Abonnenten, deren Vorsatz fürs neue Jahr mehr Sport war. Ähnlich geht es auch an den Börsen zu. Denn zum Jahresbeginn möchte jeder gerne in die Aktien mit viel Potenzial investieren.

Auch ich habe mir drei Aktien angesehen, die sich 2020 kurstechnisch gut entwickeln könnten. Hier geht es nicht um riskante Pennystock-Wetten oder Neuemissionen, sondern um etablierte Unternehmen.

Paypal

Der Zahlungsdienstleister aus Palo Alto, Kalifornien, ist mittlerweile weltweit das Maß der Dinge zur Begleichung von klein- und mittelhohen Beträgen zum Beispiel im Onlinehandel gepaart mit Käuferschutzsystemen. Mit einem Umsatz von 15,4 Mrd. US-Dollar und einem Gewinn von 2,057 Mrd. US-Dollar sowie einer Anzahl von 3,09 Mrd. Transaktionen und 178,67 Mrd. US-Dollar an Transaktionsvolumen ist Paypal der Branchenprimus in den USA. Im Durchschnitt werden mit Paypal 57,82 US-Dollar transferiert und das Unternehmen verdient daran 0,67 US-Dollar.

Chancen:
Für 2020 plant Paypal zusammen mit Mastercard die Einführung einer kostenlosen Kreditkarte in den USA. Zudem bestätigte der Konzern vor kurzem den Zukauf der US-Plattform Honey Science für 4 Mrd. US-Dollar. Das Konzept der Seite sind Rabattaktionen, Punktesammelsysteme und sie bietet einen mobilen Einkaufsassistenten. Bereits ab 2021 soll diese positiv zum Unternehmensergebnis beitragen. Mit diesen zusätzlichen Diensten will Paypal die Vormachtstellung als Zahlungsdienstleister in den USA sichern und das Angebot erweitern.

Risiken:
Zu den Risiken gehören die zahlreichen neuen Player. China hat zum Beispiel WeChat, hierüber läuft nahezu alles, auch der Einkauf im Supermarkt wird damit direkt beglichen. Auch in Europa kommen mit Wirecard und Adyen zwei starke Konkurrenten auf, die Paypal Marktanteile streitig machen wollen.

Kurs aktuell (20.01.2020): 105,20 Euro
Meine Prognose: Den digitalen Zahlungsdienstleistern gehört die Zukunft und Paypal wird seine Spitzenposition 2020 weiter ausbauen.

Alibaba

Die nach eigenen Angaben „größte IT-Firmengruppe Chinas“ wurde 1999 von Jack Ma gegründet, einem ehemaligen Englischlehrer. Neben der bekannten B2B-Handelsplattform Alibaba gehören zum Unternehmen noch die Handelsplattform für Endkunden, Aliexpress, und diverse andere Angebote. Zum Beispiel ein Onlineauktionshaus, ein Onlinebezahlsystem (Alipay), ein Onlinekaufhaus, ein Cloudspeicher, eine Rabattwebsite und mit Alibaba Pictures sogar eine Filmproduktion, die an bekannten Hollywood-Filmen wie Star-Trek und Mission Impossible beteiligt ist.

Chancen:
In China sind in der Vergangenheit Wachstumsraten von 40 % für Alibaba keine Seltenheit gewesen. Man darf davon ausgehen, dass das Geschäftsfeld von Alibaba auch in Zukunft weiter stark zweistellig wachsen wird. Denn vom steigenden Wohlstand im Kernmarkt China wird auch Alibaba stark profitieren. Daher kann auch in Zukunft mit guten Kurszuwächsen gerechnet werden.

Risiken:
Der Handelskrieg zwischen den USA und China hat gezeigt, wie volatil auch die Alibaba-Aktie darauf reagiert hat. Sollte dieser Konflikt wieder neu aufflammen und es zu keiner Einigung kommen, drohen erneut deutliche kurzfristige Kursverluste. Zudem können sich auch Gesetzesänderungen in China potenziell schnell und stark auf das Geschäftsergebnis bzw. den Aktienkurs auswirken.

Kurs aktuell (20.01.2020): 205,50 Euro
Meine Prognose: Alibaba hat dank eines umfassenden „Ali-Kosmos“ großes Marktpotenzial. Dies könnte den Aktienkurs 2020 weiter befeuern.

Tencent

Zu den breit gestreuten Aktivitäten von Tencent zählen vor allem die Geschäftsfelder Sofortnachrichtendienste, soziale Netzwerke im Internet, Onlinemedien, Internetmehrwertdienste, interaktive Unterhaltung, Netzhandel und Onlinewerbung. Kernmarkt und Sitz des Unternehmens ist China. Man könnte bei Tencent auch vom Facebook Chinas sprechen. Dazu muss man wissen, dass die chinesische Regierung US-Dienste wie Facebook , WhatsApp etc. enorm einschränkt bzw. teilweise sogar verbietet. Tencent hat mit WeChat ein eigenes WhatsApp für den chinesischen Markt programmiert.

Chancen:
Über WeChat erledigen Chinesen nahezu alle Aktivitäten des täglichen Lebens. Sie chatten nicht nur darüber, sondern sie bezahlen damit und auch Geschäftskontakte, Rechnungen etc. werden mit WeChat versendet und beglichen. Die Integration reicht bis hin zu Supermärkten, bei denen der Bezahlvorgang beim Verlassen des Ladens automatisch erfolgt. Die Prognose der Nutzerzahlen allein für WeChat sieht für 2020 und 2021 weiterhin ein konstantes Wachstum vor. So sollen Ende 2020 bereits 633 Mio. Nutzer und bis Ende 2021 über 674 Mio. Nutzer angemeldet sein. Die Aktie stieg im letzten Monat bereits um 18,5 % auf aktuell 46,22 Euro und greift nun das Allzeithoch von 48,90 Euro an. Aufgrund der weitreichenden Integration der Tencent-Dienste in das Leben der chinesischen Bevölkerung ergibt sich auch zukünftig einiges Potenzial für Kursfantasien jenseits des bisherigen Allzeithochs.

Risiken:
Mit einem KGV von derzeit 39,35 (Stand: 20.01.2020) ist die Aktie kein Schnäppchen. Zudem könnte ein erneutes Aufflammen des Handelsstreits zwischen China und den USA kurzfristige Kursverluste bedeuten. Ähnlich wie bei Alibaba gilt auch hier das Risiko von Gesetzesänderungen oder Verboten in China.

Kurs aktuell (20.01.2020): 45,88 Euro
Meine Prognose: Wenn Tencent weiter stark steigende Nutzerzahlen bei WeChat vorweist, könnte das alte Allzeithoch 2020 überschritten werden.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Im Jahr 2018 kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Sören Edelmann besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Mastercard, PayPal Holdings und Tencent Holdings.

Motley Fool Deutschland 2020

Foto: Getty Images

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17.02.2020, 14:54, BNP Paribas Indikation
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