Staats-Milliarden erreichen Lufthansa, Fraport meldet höhere Passagierzahlen

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Der Bund hat die Lufthansa mit neun Milliarden Euro in der Corona-Krise gerettet. Die Hauptversammlung nickte dafür eine 20-Prozent-Beteiligung des Staates ab. Nun fließt das Geld - und es wird laut Lufthansa-Chef Spohr auch benötigt. Beim Flughafenbetreiber Fraport geht es langsam aufwärts, die Flughafengebühren will der Konzern aber nicht senken.

Das Wichtigste zur Lufthansa und Fraport vorab:
  • Lufthansa will Bundes-Milliarden für Modernisierung nutzen
  • Fraport mit überwiegend besseren Verkehrszahlen

Es ist ein hartes Ringen gewesen, bis die Deutsche Lufthansa auf staatliche Hilfen in der Corona-Krise bauen konnte. Nun fließt das Geld umso schneller: Eine erste Tranche eines KfW-Kredits wurde den Angaben zufolge bereits abgebucht. Es waren eine Milliarde Euro. Der Kranich-Airline stehen nun noch zwei weitere Milliarden Euro aus dem KfW-Kredit zu. Der Zeitpunkt des Abrufens steht laut Konzern aber noch nicht fest. Neben den drei Milliarden Euro Kredit bei der staatlichen Bank sind noch weitere Hilfen vorgesehen. Insgesamt geht es um Hilfen vom Bund in Höhe von neun Milliarden Euro. Der Staat steigt dafür mit 20 Prozent bei der Lufthansa ein.
 
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Konzernchef Carsten Spohr betonte, dass man voraussichtlich das gesamte Volumen der Staatshilfen in Anspruch nehmen wird, auch um in neue, umweltfreundlichere Flugzeuge zu investieren. „Weil wir weniger wachsen werden, haben wir die Zahl der Flugzeuge zwar halbiert, die wir die nächsten Jahre abnehmen wollen. Aber die Modernisierung wird fortgeführt“, so Spohr.

Auch der Flughafenbetreiber Fraport atmet durch. Die Passagierzahlen sind in der Vorwoche zwar im Vergleich zum Vorjahr mit rund 83 Prozent noch stark rückläufig, doch der Trend zeigt nach oben. Denn auch die Zahl der Starts und Landungen verbesserten sich im Wochenvergleich. Zahlreiche Airlines bieten im Juli wieder mehr Flüge an, auch wenn der Flugbetrieb aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen nur einen Teil des Niveaus von vor der Corona-Krise erreicht.

 
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Dagegen schwächelte das Frachtaufkommen in der Vorwoche mit einem Rückgang von fast 20 Prozent. Hier gab es in den Wochen zuvor einen klaren Aufwärtstrend. Die Landegebühren will Fraport-Chef Stefan Schulte trotz der schwierigen Situation nicht verändern, doch bei anderen Flughafenbetreibern sei dies laut Schulte ein Thema. „Für diverse Flughäfen könnte es bald sehr eng werden“, ergänzt Schulte. Dagegen hat der Flughafen Wien seine Landegebühren gesenkt und will damit mehr Airlines anlocken.

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Quelle: HSBC


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