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Stockpicking in unruhigen Marktphasen: Macht das überhaupt Sinn?

Harald Weygand
Tesla und Twitter, beides Aktien in kurz- bis mittelfristig starken Chartbildern, konnten gestern anfangs auch deutlich ansteigen. Tesla +4 %, Twitter zeitweise um +7 %.

Die sehr schwache Gesamtmarkttendenz lies dann aber auch diese eigentlich technisch starken Aktien deutlich abrutschen. Das ist so eine Sache mit Stockpicking während unruhiger Marktphasen. Meines Erachtens arbeitet man beim Stockpicking gegen die Wahrscheinlichkeit. Deshalb mein Fokus auf dem Indextrading. In unruhigen Marktphasen fällt "alles".

Beobachten und geduldiges Warten ist angesagt. Cash ist eine Position. Wenn wir uns den Markt von der Seitenlinie anschauen, sind wir so gesehen positioniert. Solche Marktphasen unterstreichen die Wichtigkeit von Risiko- und Moneymanagement. Stoploss konsequent platzieren und die Positionsgröße schlau kalkulieren. In solchen Marktphasen trennt sich die Spreu vom Weizen. Diejenigen, die nicht mit striktem Moneymanagement arbeiten, verlieren all das, was sie in den gut trendigen Marktphasen verdient haben. Der nachhaltige Erfolg als aktiver Anleger kommt, wenn man verstanden hat, dass man in unruhigen Marktphasen mit kleiner Positionsgröße handelt. Gut, dann bewegt sich der Depotwert nur um 0,5 % hin oder her, aber das ist in solche Marktphasen Realität.

Am Dienstag, den 11.Dezember wird das britische Parlament über das von Theresa May mit Brüssel ausgehandelte Brexitpaket abstimmen. Es gibt nicht wenige Marktteilnehmer, die mit einer Ablehnung des Pakets rechnen. Damit würde die Wahrscheinlichkeit für einen ungeordneten ("hard") Brexit merklich steigen. Davon wären vo allem die europäischen Märkte betroffen.

Der US Aktienmarkt verläuft seit Anfang Oktober ebenfalls sehr unruhig.

Chart1: Im Dow Jones hat sich ein symmetrisches Korrekturdreieck ausgebildet, auf dessen Unterkante bei 24.400 Punkten das Kursgeschehen aufsitzt. Entweder der Index prallt hier kommende Woche nach oben ab oder aber er reißt die Marke von 24.400 signifikant und bildet damit ein kurz-/mittelfristiges Verkaufssignal aus.

Chart2: Seit 7 Wochen bewegt sich der S&P 500 Index auf dem Senkou Span B seiner Wolke auf Wochenbasis. Diese Chartstruktur kann bisher als entscheidende Unterstützung nach unten verteidigt werden. Mit dem Wochenschlusskurs sitzt der Kurs der Wolkenstruktur bei 2.630 auf. Entweder der Index prallt hier kommende Woche nach oben ab oder aber er reißt die Marke von 2.630 signifikant und bildet damit ein kurz-/mittelfristiges Verkaufssignal aus.

Dow Jones Industrial AverageS&P 5002(© BörseGo AG 2018 - Autor: Harald Weygand, Head of Trading)
Hinweis: Die Inhalte der Kolumnen dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des jeweiligen Autors wieder. Für den Inhalt der Kolumne ist allein der jeweilige Autor verantwortlich.
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Expertenprofil
Harald Weygand Harald Weygand Head of Trading bei GodmodeTrader.de

Harald Weygand entschied sich nach dem Zweiten Staatsexamen in Medizin, einer weiteren wirklichen Leidenschaft, dem charttechnischen Analysieren der Märkte und dem Trading, nachzugehen.

Nach längerem, intensivem Studium der Theorie ist Weygand als Profi-Trader seit 1998 am Markt aktiv. Im Jahr 2000 war er einer der Gründer der BörseGo AG und des Portals www.GodmodeTrader.de . Dort ist er für das charttechnische Coverage von Aktien, Indizes, Rohstoffen, Devisen und Anleihen sowie die fachliche Führung des Traderteams zuständig.

Über die Branche hinaus bekannt ist der Profi-Trader für seine Finanzmarktanalysen sowie aufgrund seiner Live-Analysen auf Anlegerveranstaltungen und Messen. Weygand ist zudem gern gesehener Interviewgast bei N24, n-tv und dem Deutschen Anlegerfernsehen.

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