Studie - Knapp acht Prozent mit Antikörpern in früherem Corona-Hotspot

Reuters

Berlin (Reuters) - Im baden-württembergischen Kupferzell haben nach einem Corona-Ausbruch knapp acht Prozent der Einwohner Antikörper gegen das Virus im Blut gehabt.

Das geht aus einer am Freitag vorgestellten Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Bei der Studie mit mehr als 2200 Erwachsenen seien im früheren Corona-Hotspot im Landkreis Hohenlohe keine neue Fällen entdeckt worden, teilte das RKI in Kupferzell mit.

Ein Bevölkerungs-Anteil von acht Prozent mit Antikörpern sei keine Absicherung gegen einen weiteren großen Corona-Ausbruch, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade. "Das reicht nicht aus." Unklar sei auch, welche Konzentration von Antikörpern vor neuer Ansteckung schütze. Schaade warnte angesichts der bundesweit steigenden Zahlen neuer Infektionsfälle: "Wir dürfen diese Entwicklung so nicht weiterlaufen lassen." Abstand halten und Masken tragen sei das Gebot. "Anders wird es nicht gehen und wir drohen die Kontrolle zu verlieren."

Die Studie in Kupferzell ergab ferner, dass 83 Prozent der Menschen mit Antikörpern in der Vergangenheit Symptome der Krankheit gezeigt hätten. Umgekehrt waren also nur rund 17 Prozent ohne Symptome. Zudem zeigte die Untersuchung, dass in Kupferzell knapp vier mal mehr Menschen infiziert gewesen sind als bislang vom Gesundheitsamt erfasst. Insgesamt habe sich bestätigt, dass Hygieneregeln und Abstand halten auch hier gewirkt und das Virus eingedämmt hätten. In Kupferzell war ein Kirchenkonzert am 1. März Auslöser für eine große Infektionswelle.

Die Studie bestätigt im Kern Zwischenergebnisse einer Untersuchung bei Blutspendern. Dort war lediglich bei 1,3 Prozent der 12.000 Menschen Antikörper in einer nicht-repräsentativen Studie nachgewiesen worden. Diese Gruppe stammte allerdings auch nicht aus einem Risikogebiet wie in Kupferzell.

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