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Südkoreas Präsident - Es wird keinen Krieg mit Nordkorea geben

Reuters

Wladiwostok/Tallinn (Reuters) - Südkoreas Präsident Moon Jae In schließt einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel aus.

Dazu werde es nicht kommen, sagte Moon am Donnerstag auf einem Wirtschaftstreffen im russischen Wladiwostok. Der bisher stärkste Atomtest Nordkoreas am Sonntag hatte Ängste vor einer militärischen Auseinandersetzung mit dem international isolierten Land geschürt. Nun betonte auch der russische Präsident Wladimir Putin, dass der Konflikt um das Atomprogramm mit diplomatischen Mitteln gelöst werden könne. Diesen Wunsch habe auch die US-Regierung unter Donald Trump erkennen lassen. Moon erklärte, er sei im Gespräch mit Putin, Trump und dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe. Entspannungssignale im Nordkorea-Konflikt sowie eine überraschende Einigung im US-Haushaltsstreit schoben den deutschen Aktienmarkt an.

Bisher ist es der Weltgemeinschaft nicht gelungen, eine gemeinsame Haltung zu Nordkorea einzunehmen. Während Staaten wie Japan, Südkorea aber auch Deutschland und die EU für weitere Sanktionen gegen das kommunistische Land plädieren, halten Russland und China eine Verschärfung der Strafmaßnahmen für kontraproduktiv. "Es ist unmöglich, sie einzuschüchtern", sagte Putin in Wladiwostok. Die Regierung in Pjöngjang werde ihr Atomprogramm nicht beenden, da es dies als Mittel zur Selbstverteidigung betrachte.

Der chinesische Außenminister Wang Yi erklärte, Sanktionen seien nur Teil der Lösung und müssten zusammen mit Dialog und Verhandlungen eingesetzt werden. Die USA streben im UN-Sicherheitsrat ein Öl-Embargo gegen Nordkorea an. Zudem fordert die Regierung in Washington dem Resolutionsentwurf zufolge ein Embargo für den Handel mit Textil-Exporten des kommunistischen Landes. Darüber wie auch über ein Reiseverbot für den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und ein Verbot des Einsatzes nordkoreanischer Arbeitskräfte im Ausland soll der Sicherheitsrat am Montag entscheiden.

EU-AUSSEN- UND VERTEIDIGUNGSMINISTER BERATEN ÜBER NORDKOREA

Nordkorea steht auch auf der Tagesordnung der Treffens der Außen- und Verteidigungsminister der Europäischen Union in Tallinn. "Ich werde den Ministern vorschlagen, unseren wirtschaftlichen Druck auf Nordkorea zu verstärken", kündigte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini an. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg forderte, alle Staaten müssten die verhängten Sanktionen einhalten.

Die bisherigen Strafmaßnahmen haben Nordkorea nicht davon abgehalten, seine Militärmacht auszubauen. Am Sonntag testete das Land nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe. Es wird befürchtet, dass die Regierung in Pjöngjang bereits in der Lage ist, US-Territorium zu erreichen.

Zum Schutz vor nordkoreanischen Raketenangriffen stationierte Südkorea am Donnerstag das Thaad-Raketenabwehrsystem. Bei Protesten gegen die Stationierung von vier Abschussrampen auf einem ehemaligen Golfplatz im Süden des Landes kam es zu Zusammenstößen zwischen rund 300 Demonstranten und 8000 Polizisten. Dabei wurden über 30 Menschen verletzt.

Die Stationierung stößt auch bei China und Russland auf Ablehnung. China befürchtet, dass das Thaad-Radar bis tief in sein Territorium hinein reicht und sieht darin eine Störung der Sicherheit in der Region.

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