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TagesInfo Devisen: Tippelschritte

COMMERZBANK

USD: Versteht der Markt jetzt so langsam, was auf ihn zukommt? Nach der gestrigen Zins-entscheidung der Fed ist EUR-USD jedenfalls um gut einen Cent gefallen. Die USD-Stärke erklärt sich mit den Signalen, die die Fed gab. Zum einen ist da die Reduzierung ihrer Bilanz. Mit einer Reduzierung der Wertpapiere um rund 10 Mrd. USD pro Monat will die Fed so langfristig ihre Bilanzsumme von 4500 Mrd. reduzieren. Dieser Schritt war von den Verantwortlichen im Vorfeld mehr oder weniger angekündigt worden.Viel wichtiger für den Markt war die Tatsache, dass die FOMC-Mitglieder an ihren Zinser-wartungen für 2017 und 2018 festhielten. Nach wie vor setzen sie auf eine Zinserhöhung in diesem Jahr (also wohl im Dezember) und drei Zinserhöhungen im nächsten Jahr (das tun übrigens auch unsere US-Ökonomen, die dafür in den letzten Monaten zunehmend Kritik einstecken mussten - aber letztlich nicht umfielen). Der Markt sieht das bisher ganz anders und preiste bis Ende 2018 insgesamt gerade einmal einen Schritt ein. Die Standfestigkeit der Fed hat nun bereits einige Marktteilnehmer zum Umdenken veranlasst. War vor einer Woche die (in den Fed-Funds-Futures implizierte) Wahrscheinlich für eine Zinserhöhung im Dezember noch bei unter 40% liegt sie nun bei über 60%. Bis Ende 2018 erwartete der Markt heute Morgen nun rund anderthalb Zinserhöhungen. Die Antwort würde also eigentlich „Ja“ lauten, der Markt versteht langsam, dass seine bisherige Einschätzung der zukünftigen Fed-Politik zu vorsichtig war.

Die Betonung liegt dabei aber auf langsam. Denn noch immer klafft eine riesige Lücke zwischen Fed-Erwartungen und dem, was der Markt einpreist (Abbildung 1). Diese Lücke liegt noch immer bei rund zweieinhalb Zinserhöhungen. Für den USD birgt das noch erhebliches Aufwertungspotenzial. Auch wenn solche Rechnungen natürlich kaum belastbar sind, lasse ich mich heute mal dazu hinreißen: Die Korrektur um einen halben Zinsschritt kostete EUR-USD gestern rund einen Cent. Zieht die Fed ihr Programm wie geplant durch, wird der Markt letztlich noch zweieinhalb Zinserhöhungen einpreisen müssen. Gemessen an der gestrigen Reaktion, wären das rund 5 Cent. Diese Rechnung ist schon deshalb ungenau, weil die Devisenmarktreaktion bei jedem Anpassungsschritt je nach Stimmung mal stärker und mal schwächer ausfallen wird. Dabei zeigt die Vergangenheit, dass der Markt oftmals überschießt, also stärker reagiert. Insgesamt wird diese Entwicklung aber wohl in Tippelschritten ablaufen. Denn offensichtlich lässt sich der Markt seine vorsichtige Zinserwartung nur zäh abringen. Anders jedenfalls ist die doch sehr moderate Reaktion gestern nicht zu erklären. Meilensteine in diesem Anpassungsprozess werden natürlich die monatlichen Preisdaten sein. Vor allem aber die Zinssitzung im Dezember. Denn Eines ist klar: Erhöht die Fed im Dezember nicht, sind auch alle anderen Fed-Prognosen (vor allem die für 2018) obsolet. Das macht eine Erhöhung im Dezember aus meiner Sicht sehr wahrscheinlich. Der Markt aber preist das selbst nach der gestrigen Entscheidung noch immer nicht vollständig ein. Auch kurzfristig hat der USD damit Aufwertungspotenzial.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV33R5CV33R5 Bull EUR/USD Hebel: 10,2
CV33RGCV33RG Bear EUR/USD Hebel: 10,6

JPY: Wie erwartet hat die Bank of Japan heute alle geldpolitischen Parameter beibehalten. Für Aufmerksamkeit sorgte vielmehr eine gewisse Uneinigkeit im Geldpolitischen Rat. Mit Goshi Kataoka stimmte eines der beiden neuen Ratsmitglieder gegen die bisherige Politik der Steuerung der Zinskurve. Er ist der Meinung, dass die Notenbank noch expansiver werden müsste, da das Inflationsziel weiterhin verfehlt wird. So überraschend die Gegenstimme auch war, allzu viel Schwung dürfte die Debatte in diese Richtung nicht aufnehmen. Zum einen ist die Notenbank mit ihrem Versuch der Reflationierung in den letzten Jahrzehnten schlicht gescheitert, zum anderen spielt der BoJ derzeit die Fed-Politik in die Karten. Die Divergenz der beiden Geldpolitiken lastet auf dem Yen. Kommen jetzt nicht ausgeprägte Phasen von Risikoaversion auf uns zu (in denen der Yen als sicherere Hafen aufwerten würde), dürfte zumindest der Devisenmarkt gewisse Reflationierungsimpulse (also JPY-Schwäche) bereithalten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV1X5BCV1X5B Faktor Long USD/JPY Hebel: 5
CV1X5GCV1X5G Faktor Short USD/JPY Hebel: -5

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