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Tarifeinigung in der Chemie-Branche

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Tarifabschluss in der Chemiebranche: Die 580.000 Beschäftigten bekommen mehr Lohn und mehr Zusatzleistungen.

Tarifeinigung in der Chemie-Branche

Unter dem Strich entspreche das Tarifpaket einem Gesamtvolumen von sechs Prozent Entgeltsteigerung, teilte die Gewerkschaft IG BCE nach Abschluss der zweiten Bundesrunde der Verhandlungen am Freitag in Wiesbaden mit. Die Arbeitgeberseite bestätigte die Einigung.

Demnach steigen die Löhne und Gehälter zum 1. Juli 2020 für zwölf Monate um 1,5 Prozent und zum 1. Juli 2021 für weitere neun Monate um 1,3 Prozent. Den Zeitraum bis Juli 2020 decken Einmalzahlungen ab. Zum Paket gehört auch die Schaffung eines sogenannten "Zukunftskontos", das die Gewerkschaft gefordert hatte: Es startet 2020 mit zwei freien Tagen und wächst bis 2022 auf fünf freie Tage pro Jahr oder 23 Prozent eines tariflichen Monatseinkommens. Vereinbart wurde den Angaben zufolge auch die Einrichtung einer tariflichen Pflegezusatzversicherung, die durch die Arbeitgeber finanziert wird und die Finanzierungslücke bei Eintritt des Pflegefalls weitgehend schließen soll.

In der letzten Tarifrunde hatten Arbeitgeber und IG BCE im Schnitt Einkommenserhöhungen im Gesamtvolumen von 4,6 Prozent für 15 Monate vereinbart.

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