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Telekom: Dividende wird gekürzt ++ Siemens: Starker Schlussspurt ++ Lufthansa: Prognose hält ++ Commerzbank: Ausblick gekippt

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Telekom: Dividende wird gekürzt ++ Siemens: Starker Schlussspurt ++ Lufthansa: Prognose hält ++ Commerzbank: Ausblick gekippt

Die Berichtssaison in dieser Woche erreicht heute ihren Höhepunkt. Gleich 4 Dax-Konzerne öffnen die Bücher. Die Telekom fällt dabei mit einer Dividenden-Kürzung auf, bei der Lufthansa hält die Prognose für das laufende Jahr trotz Streik und Preiskampf, Siemens legt einen guten Jahresabschluss hin und die Zahlen der Münchener Rück waren ja schon zum größten Teil bekannt.

Auch die kleineren Unternehmen geizen heute nicht mit Zahlenwerk. ProSiebenSat1 hat weiterhin seine Probleme mit dem klassischen TV-Werbegeschäft, König & Bauer kämpft mit seiner Jahresprognose, bei WeWork schwächt sich das Wachstum ab und die Commerzbank kappt etwas überraschend ihre Jahresprognose, obwohl die Zahlen für das 3. Quartal ja eigentlich gut waren.

Und dann gibt es noch Nachrichten aus der Konjunktur, die die Anleger wieder etwas verunsichern könnten. Die deutsche Industrie hat ihre Gesamtproduktion im September zurückgefahren. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, lag die gesamte Herstellung 0,6 Prozent unter dem Vormonatsniveau. Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, diesen aber im Schnitt auf nur 0,4 Prozent veranschlagt. Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel die Produktion um 4,3 Prozent.

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Schwach entwickelte sich die Güterherstellung in der Industrie. Dort wurden in allen Bereichen Rückgänge verzeichnet. Dagegen erhöhten sich die Energieerzeugung und die Aktivität am Bau. Die deutsche Industrie wird seit längerem durch die schwache Weltwirtschaft und die vielen politischen Risiken belastet.

Dax kommt aus der Deckung

Neuigkeiten im Handelsstreit helfen dem deutschen Leitindex heute auf die Sprünge. Nachdem alles zunächst nach einem lahmen Start in den Handelstag aussah, greifen die Anleger direkt zu. Aus China war zu erfahren, dass die Starfzölle schrittweise gesenkt werden sollen und in den kommenden Wochen ein erster Teilabschluss unterzeichnet werden soll.  Das gefällt den Anlegern und der Dax sartet mit einem Plus  0,60 Prozent und 12.259,40 Punkten in den Donnerstag.

Telekom: Dividene geht runter

Die Deutsche Telekom will unabhängig vom Ausgang der Sprint-Übernahme in den USA mehr Klarheit um ihre künftige Dividendenpolitik schaffen. So soll die Mindestdividende in den kommenden Jahren bei 60 Cent je Aktie liegen, teilte der Konzern am Donnerstag in Bonn mit. Zuvor waren hier am unteren Rand noch 50 Cent angepeilt. Damit will die Telekom die Unsicherheit um den geplanten Zusammenschluss der US-Tochter T-Mobile mit ihrem Rivalen Sprint beseitigen. Für diesen Fall sollte die Untergrenze gelten.

Für das Jahr 2019 kappt die Telekom damit aber auch die Ausschüttung an die Anteilseigner, der Dividendenvorschlag soll nun eben bei 60 Cent liegen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatten die Telekom-Aktionäre noch 70 Cent je Aktie erhalten. Grund seien auch die unerwartet hohen Kosten für die Mobilfunk-Auktion in Deutschland sowie anstehende Frequenzauktionen in den USA.

Siemens: 4. Quartal ist sehr gut gelaufen

Der Technologiekonzern Siemens hat im vierten Quartal einen starken Schlussspurt hingelegt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis nahmen deutlich zu, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Dabei profitierte Siemens von guten Geschäften in seiner Digitalisierungssparte sowie der Medizintechniktochter Healthineers. Im Gesamtjahr erreichte der Konzern seine Ziele und will den Aktionären eine um 10 Cents höhere Dividende von 3,90 Euro je Aktie zahlen.

Der Umsatz erhöhte sich um 8 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis betrug das Wachstum 6 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) im Industriegeschäft nahm um ein Fünftel auf 2,6 Milliarden Euro zu. Ohne Kosten für Personalabbau stieg die entsprechende Marge um 0,5 Prozentpunkte auf 12,5 Prozent. Zum Ergebniswachstum trugen alle Bereiche mit Ausnahme des Windanlagenbauers Siemens Gamesa bei. Netto sprang der Gewinn von 559 Millionen auf 1,3 Milliarden Euro. Hier profitierte Siemens von einer deutlich niedrigeren Steuerquote. Zudem hatten hohe Restrukturierungskosten für das Kraftwerksgeschäft im vergangenen Jahr belastet.

Für das neue Geschäftsjahr erwartet Siemens ein Ergebnis je Aktie von 6,30 Euro bis 7,00 Euro, nach 6,41 Euro im Vorjahr. Der Umsatz soll auf vergleichbarer Basis moderat wachsen.

Lufthansa: Jahresziele in Reichweite

Die deutsche Airline will trotz des Flugbegleiter-Streiks und des Preiskampfes im Europaverkehr keine weiteren Abstriche bei ihrem Gewinnziel machen. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll in diesem Jahr wie geplant 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro erreichen, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag in Frankfurt mit. Vorstandschef Carsten Spohr hatte sein Gewinnziel bereits Ende Juni gekappt. Nachdem die zuletzt gebeutelte Billigtochter Eurowings erste Fortschritte machte, kündigte das Management nun weitere Sparprogramme für die Töchter Austrian, Brussels Airlines und Lufthansa Cargo an.

Im wichtigen Sommerquartal schnitt die Lufthansa trotz eines Gewinnrückgangs im Tagesgeschäft insgesamt besser ab als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um zwei Prozent auf knapp 10,2 Milliarden Euro. Der operative Gewinn ging hingegen um acht Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 1,15 Milliarden Euro sogar vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor, da sich Geschäfte zur Preisabsicherung positiv auf das Ergebnis auswirkten.

Kurz & knapp:

Commerzbank: Die zweitgrößte deutsche Bank kippt trotz eines überraschend guten dritten Quartals ihr Gewinnziel für das Gesamtjahr 2019. Die Bank rechnet nun damit, dass der Konzernüberschuss in diesem Jahr unter den 865 Millionen Euro von 2018 landen wird. Bisher hatte der Vorstand sich vorgenommen, den Jahresüberschuss leicht zu steigern. Grund für die pessimistischere Prognose ist nach Angaben des Frankfurter Instituts vom Donnerstag auch, dass die Bank im vierten Quartal mit einer „deutlich höheren Steuerquote“ rechne.

Münchener Rück: Der Rückversicherer hat hohe Katastrophenschäden im dritten Quartal nur mit hohen Gewinnen aus Finanz- und Währungsgeschäften abfedern können. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Gewinn von 864 Millionen Euro und damit 75 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern bei der Vorlage endgültiger Zahlen am Donnerstag in München mitteilte. Wie bereits Mitte Oktober angekündigt, sieht Finanzvorstand Christoph Jurecka sieht den Konzern daher auf gutem Weg, sein Gewinnziel von 2,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr zu übertreffen. Wegen der Zerstörungen durch Hurrikan „Dorian“ in der Karibik und den USA sowie Taifun „Faxai“ in Japan reichten die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung im dritten Quartal jedoch nicht aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag mit 104,7 Prozent deutlich über der kritischen 100-Prozent-Marke. Insgesamt summierten sich die Großschäden bei der Munich Re in den drei Monaten auf 981 Millionen Euro, fast zwei Drittel mehr als ein Jahr zuvor.

WeWork/Xing: Das Karrierenetzwerkringt weiter mit einem langsameren Wachstum im Geschäft mit Privatkunden. Im dritten Quartal sei der Umsatz in diesem Bereich um nur noch drei Prozent auf 25,9 Millionen Euro gestiegen, teilte New Work, Betreiberin des Netzwerks Xing und Burda-Tochter, am Donnerstag in Hamburg mit. Stark zulegen konnte dagegen die Unternehmenskundesparte. Konzernweit sei der Umsatz in den drei Monaten bis Ende September um 16,6 Prozent auf 68,2 Millionen Euro gestiegen und damit etwas langsamer als zuletzt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte um etwas mehr als ein Fünftel auf 24,2 Millionen Euro. Die Aktie hatte in den vergangenen Monaten unter anderem wegen der Sorgen über das künftige Wachstum deutlich Federn gelassen.

ProSiebenSat1: Dem Medienkonzern brechen im Zuge des kriselnden TV-Werbegeschäfts und der digitalen Neuausrichtung erneut die Gewinne weg. So fiel der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im dritten Quartal zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf 131 Millionen Euro. Der auf die Aktionäre des Konzerns entfallende bereinigte Gewinn reduzierte sich dabei um fast 40 Prozent auf 46 Millionen Euro. Unbereinigt sank der Überschuss sogar um über 70 Prozent. Umsatzseitig konnte sich der Konzern vor allem wieder dank seiner Produktionstochter Red Arrow Studios und seinen in der NuCom-Group gebündelten E-Commerce-Aktivitäten über Wasser halten. Auch gab es Zuwächse im Bereich der Werbetechnologie sowie bei der digitalen werbefinanzierten Streaming-Plattform Joyn. Im klassischen TV-Werbegeschäft gingen die Erlöse allerdings um 6 Prozent zurück, was nach Angaben des Unternehmens „deutlich schwächer als ursprünglich erwartet“ war. Hier habe ProSiebenSat.1 die gestiegene wirtschaftliche Unsicherheit zu spüren bekommen. Die Gesamterlöse des Konzerns beliefen sich im dritten Quartal auf 926 Millionen Euro und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent.

Koenig & Bauer: Die Zurückhaltung der Kunden im aktuell unsicheren Wirtschaftsumfeld könnte dem Druckmaschinenhersteller bei seinen Jahreszielen einen Strich durch die Rechnung machen. Die Ziele, 2019 ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft um rund 4 Prozent sowie eine Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) von rund 6 Prozent zu erreichen, seien im deutlich herausfordernder geworden, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal mit. Mit Neubestellungen in Höhe von 269,7 Millionen Euro lag der Auftragseingang im dritten Jahresviertel den Angaben zufolge deutlich unter den Vorquartalen. Der Umsatz stieg im dritten Quartal indes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht, womit sich für die ersten neun Monate des Jahres ein Umsatzplus von rund einem Prozent auf 798,2 Millionen Euro ergibt. Das operative Ergebnis brach in den ersten neun Monaten hingegen um mehr als 80 Prozent ein auf 5,2 Millionen Euro ein, was aber vor allem an den Kosten für die laufende Wachstumsoffensive lag. Unter dem Strich blieb eine Million Euro hängen nach rund 20 Millionen Euro vor einem Jahr.

Osram: Der österreichische Sensorspezialist AMS macht wie erwartet ernst beim erneuten Versuch der Milliarden-Übernahme von Osram. Die Aktionäre des Leuchtherstellers können ihre Anteile vom 7. November bis zum 5. Dezember anbieten, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten offiziellen Offerte hervorgeht. Die Bedingungen für das Gebot bleiben so, wie sie am 18. Oktober angekündigt wurden. Demnach bietet AMS wie schon beim ersten Versuch 41 Euro je Osram-Anteil. AMS will sich diesmal damit zufriedengeben, mindestens 55 Prozent der Osram-Anteile zu erhalten. Der erste Anlauf war daran gescheitert, dass die Österreicher die selbst gesetzte Mindestschwelle von 62,5 Prozent der Anteile verfehlten. Die AMS-Offerte bewertet Osram insgesamt mit rund 4,6 Milliarden Euro. AMS besitzt bereits knapp 20 Prozent der Anteile.

Von Markus Weingran / dpa-AFX

Foto: M DOGAN / Shutterstock.com

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