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Thomas Cook: Insolvenz fordert hohe Abschreibungen bei Banken ++ Tesla: Neuer Auslieferungsrekord angestrebt ++ Commerzbank: „Nicht länger steigende bereinigte Erträge“

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Thomas Cook: Insolvenz fordert hohe Abschreibungen bei Banken ++ Tesla: Neuer Auslieferungsrekord angestrebt ++ Commerzbank: „Nicht länger steigende bereinigte Erträge“

Eine mögliche Entspannung im Handelsstreit hilft den Märkten nicht mehr auf die Sprünge. Im Mittelpunkt steht jetzt wieder das mögliche Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump. Die Ausganglage könnte sich durch einen Whistleblower für Trump eingetrübt haben. Sollte Donald Trump wirklich an den Pranger gestellt werden, dann ist natürlich die große Frage, wie die Märkte darauf reagieren. Zunächst sicherlich verschreckt, aber dann könnte es sogar eine Rallye bei den US-Indizes geben, sofern die Mehrheit der Republikaner im Senat eine Amtsenthebung von Donald Trump verhindert. Es gab schon mal einen ähnlichen Fall mit Bill Clinton

Bill Clinton Verfahren positiv für die Märkte

Die sogenannte Lewinsky-Affäre führte für den damaligen US-Präsidenten 1998 zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens durch das amerikanische Repräsentantenhaus. Die Anklagepunkte waren Meineid und Strafvereitelung, weil Clinton unter Eid ausgesagt hatte, er habe keinerlei sexuelle Beziehungen zu Lewinsky gehabt. Das Amtsenthebungsverfahren scheiterte nach 21 Verhandlungstagen im Senat. Die US-Kammer erklärte am Schluss des Verfahrens Clinton mit 55 zu 45 Stimmen Clinton des Meineids für nicht schuldig und mit 50 zu 50 Stimmen auch nicht schuldig für den Vorwuf für nicht der Strafvereitelung. Das Verfahren ging mit diesem Ergebnis mangels einer erforderlichen Zweidrittelmehrheit der Senatoren am 12. Februar 1999 zu Ende, Clinton blieb im Amt.

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Aktien-Rallye im Anschluss

Nachdem Bill Clinton im Amt bestätigt wurde, kam richtig Schwung in die US-Märkte. Der Dow Jones stand im Februar 1999 bei 9.306 Punkten und kletterte nach Beendigung der Lewinsky-Affäre bis April 1999 auf 10.789 Punkte. Es gibt schon jetzt einige Investoren, die beginnen auf eine ähnliche Entwicklung zu spekulieren.

Chart Dow Jones seit 1993

Dax wird optimistischer

Der deutsche Leitindex blickt heute allerdings nicht so positiv auf das mögliche Amtsenthebungsverfahren. Nach den schwachen Vorgaben von der Wall Street scheinen viele Anleger lieber auf der sicheren Seite zu bleiben. Der Dax startet nur minimal verändert in den letzten Handelstag der Woche. Auf der Handelstafel in Frankfurt stehen zum Start 12.331,91 Punkte - ein Plus von 0,35 Prozent.

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Thomas Cook: „FT“ rechnet mit hohen Abschreibungen bei den Banken

 Als hätte die EZB den europäischen Banken das Leben nicht schon schwer genug gemacht. Jetzt dürfte auch noch die Thomas Cook Pleite unangenehm ins Kontor der Banken schlagen. Einigen Finanzinstituten dürfte die Insolvenz des Reiseanbieters Thomas Cook laut einem Pressebericht teuer zu stehen kommen. Es drohen hohe Abschreibungen auf ausstehenden Anleihen und Krediten. Davon betroffen sei auch die Credit Suisse, schreibt die „Financial Times“ in ihrer Ausgabe vom Freitag.

Banken wie Barclays, Morgan Stanley, Unicredit oder die Credit Suisse müssten auf ihren Büchern wohl insgesamt Abschreibungen im Umfang von bis zu 1,8 Milliarden britische Pfund vornehmen, so der Bericht. Das hätten Schätzungen des Beratungsunternehmens AlixPartners gezeigt.

Die Gläubiger von Anleihen müssten dabei Abschreibungen von 900 Millionen bis eine Milliarde Pfund und die Kreditgeber zwischen 550 und 825 Millionen in Kauf nehmen. Die tatsächlich abzuschreibenden Beträge dürften dabei eher am oberen Ende der Bandbreiten zu liegen kommen, sagte ein Experte dem Blatt.

Wie groß die Verluste der Gläubiger am Ende tatsächlich sein werden, wird sich nach Ablauf des Insolvenzverfahrens zeigen. Eine diesem Verfahren nahe stehende Person versprühte nicht allzu viel Hoffnung. So seien beispielsweise die rund 40 Flugzeuge von Thomas Cook in Großbritannien „alt“ und viele der Immobilien seien in schlechten Lagen. Am meisten Geld könne man wohl mit dem Verkauf der Flughafen-Slots sowie der Marke Thomas Cook herausholen, hieß es weiter.

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Tesla: Neue Bestmarken?

Tesla-Chef Elon Musk hat seinem Elektroautokonzern mit der Aussicht auf neue Rekordzahlen kräftig Auftrieb an der Börse gegeben. „Wir haben die Chance, unser erstes Quartal mit 100 000 Auslieferungen zu erreichen“, schrieb Musk in einer am Donnerstag vom Branchenblog „Electrek“ veröffentlichten E-Mail an Tesla-Mitarbeiter.

Die Nachfrage sei stark, so dass Tesla 110 000 Bestellungen verbuchen könnte, hieß es in Musks Rundschreiben weiter. Die Herausforderung sei, die Autos zügig an die Kundschaft zu bringen. Dazu müsse Tesla zum Quartalsende so viele Ressourcen wie möglich aufbieten.

Anlegern gefiel das: Teslas Aktien gingen mit einem Plus von über sechs Prozent aus dem Handel. So stark hat der Kurs seit fast vier Monaten nicht mehr zugelegt. Im zweiten Quartal hatte Tesla gut 95 000 Autos ausgeliefert und damit seinen bisherigen Bestwert erreicht.

Musk braucht Rekorde, um seine hohen Ziele zu erreichen. 2019 will er insgesamt 360 000 bis 400 000 Wagen ausliefern. Dafür müssen im laufenden und kommenden Vierteljahr sechsstellige Zahlen her. Vor allem der günstigste Tesla Model 3 ist gefragt, doch hier sind die Gewinnspannen gering. Trotz des Booms gab es zuletzt Verluste.

Kurz & knapp:

Commerzbank:  Die Frankfurter Bank schaut skeptischer auf ihre Geschäfte in diesem Jahr. Das Marktumfeld habe sich verschärft, was sich gerade im wichtigen Firmenkundengeschäft bemerkbar mache. Daher erwarte die Bank für 2019 „nicht länger steigende bereinigte Erträge“, teilte das Geldhaus am Donnerstagabend in Frankfurt mit. Bisher hatte die Bank eine Steigerung der bereinigten Erträge angepeilt.

BASF: Der Chemiekonzern BASF hat im laufenden dritten Quartal keine Veränderung bei der eher gedämpften Geschäftsentwicklung verspürt. Im Vergleich zum zweiten Quartal habe es keine Besserung gegeben, sagte Vorstandschef Martin Brudermüller am Freitag auf einer Investorenkonferenz im belgischen Gent. In den Monaten Juli und August seien die Vorzeichen unverändert gewesen. Das gelte auch für die eher schlechte Vorhersehbarkeit, wie und wann Kunden Aufträge vergeben. Die Prognose für das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bestätigte der Konzern: Hier wird für das laufende Jahr ein Rückgang von bis zu 30 Prozent erwartet.

Rheimetall: Die Aktien von Rheinmetall kommen am Freitag vorbörslich wegen eines Hackerangriffs unter Druck weil die Produktion in Nord- und Südamerika davon stark beeinträchtigt wird. Die Störung könne in den „wahrscheinlichsten Szenarien zwischen zwei und vier Wochen“ dauern. Sollten sie länger als zwei Wochen andauern, schätzt das Unternehmen den belastenden Ergebniseffekt auf 3 bis 4 Millionen Euro pro Woche.

Von Markus Weingran / dpa-AFX

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Foto: Edith Rum / Shutterstock.com

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