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Thyssenkrupp teilt ein ++ VW lenkt ein ++ SMA Solar bricht ein

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Heute wird einiges geboten am deutschen Aktienmarkt. Gleich mehrere Aktien rücken mit zweistelligen Kursbewegungen in den Fokus der Anleger. Das ein DAX-Titel dabei gleich zweistellig ins Plus stürmt, hat auch eher Seltenheitswert. ThyssenKrupp zeigt wie es geht.

Thyssenkrupp teilt ein ++ VW lenkt ein ++ SMA Solar bricht ein

Die Essener spalten sich auf

Nach einer monatelangen Führungskrise wird ThyssenKrupp grundlegend umgebaut und dabei in zwei eigenständige Unternehmen aufgespalten. Dies kündigte die Führung am Donnerstag an. Der Vorstand werde dem Aufsichtsrat das entsprechende Konzept auf einer Sitzung am Sonntag vorschlagen.

Ziel seien „zwei deutlich fokussiertere und leistungsfähigere Unternehmen“, hieß es. Beide sollen an der Börse notiert sein. Auf der einen Seite werde die „Thyssenkrupp Materials AG“ unter anderem den 50-Prozent-Anteil aus dem fusionierten Stahlgeschäft mit dem indischen Partner Tata enthalten. Hinzu kommen der Handel mit Werkstoffen sowie der Marineschiffbau.

In dem zweiten Unternehmen „Thyssenkrupp Industrials AG“ soll dagegen etwa das Geschäft mit Aufzügen oder Zulieferungen für die Autoindustrie gebündelt werden.

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Damit haben sich wohl die Aktionäre Cevian und der US-Fonds Elliott durchgesetzt. Beide Parteien hatten zuletzt Druck auf das Management ausgeübt. Sie forderten einen schnelleren und radikalen Umbau des Konzerns. Der dürfte jetzt wohl auf den Weg gebracht sein.

Bleibt nur noch die Frage: Braucht Thyssenkrupp jetzt zwei neue Vorstandsvorsitzende, einen oder gar keinen? Den Anlegern ist das heute egal. Sie feiern die neuen Pläne des Essener Konzerns mit einem zweistelligen Kursplus.

Durchbruch bei Dieselnachrüstungen?

Wie Spiegel-Online berichtet scheint Volkswagen als erster deutscher Autobauer einverstanden mit einer Hardware-Nachrüstung für manipulierte Dieselfahrzeuge. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel soll der VW-Chef Herbert Dies Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in einer Videokonferenz zugesagt haben, sich an den Nachrüstungen älterer Fahrzeuge finanziell zu beteiligen.

Allerdings plant VW nicht die gesamten Kosten für die Nachrüstung zu übernehmen. Ein Angebot von 80 Prozent steht im Raum. Die Kosten sollen durchschnittlich bei rund 3.000 Euro liegen. Zudem plant VW wohl ein Umtauschprogramm für ältere Dieselfahrzeuge anzubieten.

Großer Profiteur dieser Nachricht ist allerdings nicht die VW-Aktie, sondern der Wert von Baumot. Schon seit Tagen legt die Aktie zu, da Anleger auf eine Hardware-Lösung spekulieren und Baumot eben eine solche für Dieselfahrzeuge anbietet. Nachdem die Aktie sich seit März mehr als halbiert hatte, legt sie heute um mehr als 10 Prozent zu und hat damit innerhalb eines Monats fast 70 Prozent an Wert gewonnen.

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SMA senkt die Prognose – Kurs geht in den Keller

Die Aktie von SMA Solar rauscht heute über 20 Prozent nach unten. Ein schwieriges Geschäft in China macht dem Solartechnikkonzern SMA Solar einen Strich durch die Rechnung. Das Unternehmen senkte am Donnerstag seine Jahresziele und rechnet nun mit einem Umsatz zwischen 800 und 850 Millionen Euro. Bislang hatte der Vorstand 900 Millionen bis eine Milliarde Euro in Aussicht gestellt.

Grund für die gesenkte Prognose seien ein deutlich beschleunigter Preisverfall sowie Projektverschiebungen infolge des Markteinbruchs in China. Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon hatte zwar im August noch die Jahresziele bekräftigt, diese allerdings unter den Vorbehalt gestellt, dass Projekte nicht in Erwartung weiter fallender Preise in größerem Umfang verschoben werden.

Urbon will nun gegensteuern und kündigte „strukturelle Anpassungen“ an, die bis Ende des Jahres erarbeitet werden sollen. 2018 werden deshalb Einmalkosten anfallen, die das Ergebnis belasten werden. SMA geht nun von einem ausgeglichenen bis leicht negativen Betriebsergebnis (Ebitda) nach Sondereffekten aus. Zuvor war mit einem Ergebnis von 90 bis 110 Millionen Euro kalkuliert worden. 2019 soll es dann beim Umsatz wieder aufwärts gehen und das Ergebnis positiv ausfallen.

H&M auch zweistellig im Plus

Der angeschlagene schwedische Modehändler Hennes & Mauritz bringt seinen Konzernumbau weiter voran. Zwar hat das Unternehmen seinen Gewinn im dritten Geschäftsquartal (bis 31. August) geschmälert, die Investoren sehen den Konzern mit der Umstellung der Logistik aber auf einem guten Weg. Langsam aber sicher könnte H&M wieder die Kurve kriegen. Die Anleger gehen jedenfalls davon aus und greifen fleißig zu.

Foto: bluebay / Shutterstock.com

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