Für einen optimalen Ausdruck erlauben Sie bitte den Druck von Hintergrundfarben und -bildern

Trump treibt Pläne für höhere Steuern auf Importe voran

Reuters

Washington (Reuters) - US-Präsident Donald Trump treibt seine Pläne für eine höhere Besteuerung ausländischer Importe voran.

Trump treibt Pläne für höhere Steuern auf Importe voran

Am Dienstag wollte er sich nach Angaben seiner Sprecherin Lindsay Walters mit Kongresspolitikern der Republikaner und der Demokraten treffen, um "Handelsangelegenheiten" zu besprechen. Der Fokus soll auf Maßnahmen zur Begrenzung von Stahl- und Aluminiumeinfuhren liegen, um heimische Hersteller im Wettbewerb mit internationalen Konkurrenten zu unterstützen.[nL8N1PS10Y] Womöglich drehen sich die Gespräche aber auch um die von Trump angeregten "wechselseitigen Steuern", die auf Güter aus Ländern verhängt werden sollen, die ihrerseits Zölle auf amerikanische Waren erheben. Details zu diesen Steuern sind noch weitgehend unklar. Allgemein wird aber befürchtet, dass deutschen und anderen ausländischen Unternehmen eine Verteuerung ihrer Waren in den USA und damit ein geringerer Absatz droht.

Im Wahlkampf 2016 und seit seinem Amtsantritt Anfang 2017 hat Trump immer wieder darüber geklagt, dass diverse Staaten eine Handelspolitik zum Nachteil der USA verfolgten. Internationale Handelsabkommen stellte er auf den Prüfstand oder kündigte sie auf. Ende Januar ordnete er Schutzzölle auf Waschmaschinen und Solarpanele an. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gelobte er getreu seiner "America First"-Doktrin, bei unfairen Handelspraktiken nicht mehr wegzusehen.[nL8N1PL4SV] Kritiker werfen Trump Protektionismus vor, einige warnen sogar vor einem Handelskrieg mit Länder wie China.

TRUMP: DÜRFEN UNS NICHT LÄNGER SCHAMLOS AUSRAUBEN LASSEN

Was es mit den "Reziprokal-Steuern" konkret auf sich hat, will Trump in den kommenden Tagen erläutern. Bei der Ankündigung am Montag gab er kaum Details preis. Mit den Steuern müssten Länder rechnen, die die USA ausnutzten. Dazu zählten auch "sogenannte Verbündete, die aber keine Verbündete beim Handel" seien. Den USA entgingen erhebliche Summen im Handel mit China, Japan, Südkorea und so vielen anderen Ländern. 25 Jahre lang seien sie "mit Mord davon gekommen". Diese Politik werde jetzt geändert. "Wir können nicht weiter Leute in unser Land lassen, die uns schamlos ausrauben und uns gewaltige Zölle und Steuern abverlangen und wir berechnen ihnen nichts."

Wie die neuen Steuern aussehen oder in welcher Höhe sie erhoben werden sollen, war nicht klar. Auch blieb offen, ob Trump mit seinem Vorstoß im Prinzip die lange von ihm propagierte Idee einer Grenzausgleichssteuer wieder aufgreifen will. Diese würde im Ausland gefertigte, aber anschließend in den USA angebotene Produkte wie Autos erheblich verteuern, was auch einen schweren Schlag für die Exportnation Deutschland bedeuten würde. Bei seiner im Dezember verabschiedeten Steuerreform hatte er auf diese Maßnahme noch verzichtet, obwohl sie als ein Mittel zur Gegenfinanzierung der Steuersenkungen ins Gespräch gebracht worden war. Trump setzt nun darauf, dass die Gegenfinanzierung weitgehend über eine Ankurbelung des Wirtschaftswachstums infolge der Reform zustande kommt.

Kurs zu LINDSAY CORP. Aktie

  • 91,64 USD
  • -1,16%
20.02.2018, 22:02, NYSE

Weitere Werte aus dem Artikel

Dow Jones 24.964,75 Pkt.-1,00%
Hang Seng 31.439,04 Pkt.+1,89%
DAX 12.448,09 Pkt.-0,31%
KOSPI 2.426,13 Pkt.+0,50%
Nikkei 22.127,92 Pkt.+0,92%

onvista Analyzer zu LINDSAY CORP.

Für diesen Zeitraum wurden keine Analysen gefunden.

Derivate-Wissen

Sie glauben, der Kurs von "LINDSAY CORP." wird nur moderat steigen?

Mit Call Knock-Out-Zertifikaten können Sie überproportional von steigenden Aktienkursen profitieren.

Erfahren Sie mehr zu Knock-Out-Zertifikaten