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TRY/USD: Türkisches Wirtschaftswachstum schwächt sich ab

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TRY/USD: Türkisches Wirtschaftswachstum schwächt sich ab

Schwierige Zeiten für die türkische Wirtschaft: Ihr Wachstums ebbt inmitten der Lira-Krise deutlich ab. Das Statistikamt teilte am Montag mit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Türkei im Sommer nur noch um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegt hat. Seit dem Putsch-Versuch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan vor zwei Jahren ist das der schwächste Zuwachs.

Wachstum wird immer kleiner

Im zweiten Quartal hatte die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr noch um 5,2 Prozent zugelegt. Im ersten Quartal war das BIP verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sogar um 7,4 Prozent gestiegen.

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Wachstum könnte sich in etwa halbieren

Vor allem der Bausektor wirkte im dritten Quartal mit einem Minus von 5,3 Prozent als Bremsklotz. Die Dienstleister konnten hingegen ein Plus von 4,5 Prozent verzeichnen. Erdogans Finanzminister und Schwiegersohn Berat Albayrak räumte ein, dass die Binnennachfrage an Schwung verloren habe. Er erwartet für 2018 aber nach wie vor ein BIP-Wachstum von 3,8 Prozent. Zum Vergleich: 2017 hatte die Wirtschaft noch um 7,4 Prozent zugelegt.

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Letzte Woche gab die Ratingagentur Moody’s darüberhinaus bekannt, dass sie in den kommenden Quartalen mit einer schrumpfenden türkischen Wirtschaft rechnen.

Verschiedene wirtschaftliche Krisenherde belasten

Doch das schwächelnde BIP ist nicht die einzige Baustelle des Schwellenlandes: Die Türkei hat auch mit ihrer hohen Inflation zu kämpfen. Zuletzt war die Teuerungsrate leicht gesunken, trotzdem liegt sie noch immer bei 21,6 Prozent. Im Oktober war sie zum ersten Mal seit 15 Jahren auf mehr als 25 Prozent geklettert. Grund für die steigende Inflation war der starke Verfall der türkische Lira war im August.

Instabile Leistungsbilanz

Auch ein politischer Streit mit den USA, der inzwischen beigelegt wurde, hatte den Absturz der Währung angetrieben. Problematisch für die Türkei ist auch ihr hohes Leistungsbilanzdefizit. Das Land ist stark auf Importe angewiesen und führt weit mehr Waren und Dienstleistungen ein als es exportiert. In der Währungskrise verteuerten sich die Einfuhren aufgrund der steigenden Preise dann immer mehr.

Türkische Lira hat weiter einen schweren Stand

Seit dem großen Crash der Währung im August hat sich die Landeswährung wieder leicht erholt. Heute kann die Türkische Lira zarte Gewinne verbuchen: Zum US-Dollar stieg sie um 0,45 Prozent und zum Euro um 0,25 Prozent.

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OnVista/ Reuters

Foto: Noska Photo / Shutterstock.com

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