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Türkei und Russland beginnen gemeinsame Patrouillen im Nordosten Syriens

Reuters

Sevimli (Reuters) - Russische und türkische Soldaten haben am Freitag mit gemeinsamen Patrouillen im Nordosten Syriens begonnen.

Türkei und Russland beginnen gemeinsame Patrouillen im Nordosten Syriens

Gepanzerte Fahrzeuge des türkischen Militärs überquerten auf Landstraßen die Grenze nach Syrien, um sich dort russischen Einheiten anzuschließen.

In der Umgebung der syrischen Grenzstadt Darbassija seien Bodentruppen und Luftwaffe beider Staaten im Einsatz, teilte das türkische Verteidigungsministerium per Twitter mit. Die Soldaten bewegten sich von Darbassija aus Richtung Westen, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau. Auf die gemeinsamen Patrouillen hatten sich die Türkei und Russland - der wichtigste Verbündete des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad - vergangene Woche verständigt. Dem Plan zufolge soll zudem die syrische Kurden-Miliz YPG aus einem 30 Kilometer breiten Grenzstreifen abziehen. Nach russischen Angaben hat die YPG das Gebiet verlassen. Assad erhofft sich von der türkisch-russischen Vereinbarung, dass der von Kurden kontrollierte Nordosten wieder unter syrische Staatsgewalt kommt.

Das türkische Militär hatte am 9. Oktober mit Unterstützung syrischer Rebellen eine Offensive gegen die YPG begonnen und einen 120 Kilometer langen Grenzstreifen unter seine Kontrolle gebracht. Die Türkei sieht die Miliz, die mit Hilfe der USA die IS-Extremisten in Syrien niedergerungen hat, als Terror-Organisation an. Die Führung in Ankara fürchtet ein Erstarken der Kurden jenseits ihrer Südgrenze und damit auch der nach Autonomie strebenden Kurden auf eigenem Gebiet. US-Präsident Donald Trump hatte mit dem Abzug von US-Soldaten aus dem Nordosten Syriens der Türkei den Weg für ihren Angriff freigemacht.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will in einem 30 Kilometer breiten und rund 400 Kilometer langen Grenzstreifen eine sogenannte Sicherheitszone einrichten. Dort sollen bis zu zwei Millionen der insgesamt 3,6 Millionen Syrer angesiedelt werden, die vor dem Bürgerkrieg in die Türkei geflohen sind. Erdogan wollte sich noch am Freitag mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres treffen und ihn auffordern, eine Geberkonferenz anzuberaumen, um die Türkei bei der Umsiedlung der Flüchtlinge finanziell zu unterstützen.

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