Türkei will Truppen in Syrien aufstocken - Keine Einigung auf Feuerpause

Reuters

Ankara/Moskau (Reuters) - Die Türkei will angesichts der Offensive gegen die syrische Rebellenhochburg Idlib weitere Truppen in das Nachbarland verlegen.

Im Fall von Angriffen der von Russland unterstützten syrischen Truppen auf Idlib werde man zurückschlagen, sagte ein Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Dienstag in Ankara. In Moskau wurde auch am zweiten Tag der Verhandlungen zwischen russischen und türkischen Delegationen keine Einigung auf die Umsetzung eines Waffenstillstandes in Idlib erzielt. Die Türkei unterstützt bestimmte Rebellengruppen in der Region und steht damit im Gegensatz zu russischen Interessen. Nach UN-Angaben wurden bei jüngsten Luftangriffen des syrischen Militärs auf Krankenhäuser und Flüchtlingslager rund 300 Menschen getötet.

Die türkische Delegation "hat klargemacht, dass die Türkei die notwendigen militärischen Vorbereitungen getroffen hat, um sicherzustellen, dass sich die syrische Regierung hinter frühere Frontlinien zurückzieht, falls sie das nicht aus eigenem Willen machen sollte", sagte in Ankara ein Sprecher der regierenden AK-Partei zu den Verhandlungen in Moskau. Ein Sprecher des russischen Außenministeriums erklärte lediglich, beide Seiten hätten den Willen bekräftigt, die Gewalt in Idlib einzudämmen. Auf die türkische Forderung nach einem Rückzug syrischer Truppen ging er nicht ein.

Am Montag hatte Syriens Präsident Baschar al-Assad erklärt, die Offensive gegen die Rebellenhochburg im Nordwesten des Landes werde fortgesetzt.[L8N2AH43C] Wegen der Kämpfe befinden sich nahezu eine Million Menschen in der Region auf der Flucht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kurs zu ISTANBUL ISE NATIONAL 100 Index

  • 89.448,03 Pkt.
  • +1,10%
31.03.2020, 15:30, außerbörslich
Weitere Reuters-News
alle Artikel anzeigen

Derivate-Wissen

Sie möchten in den "ISTANBUL ISE NATIONAL 100" investieren?

Indexzertifikate geben Ihnen die Möglichkeit an der Kursentwicklung eines Index teilzuhaben.

Erfahren Sie mehr zu Partizipations-Zertifikaten