Umfrage - Euro-Konjunktur verliert wegen Lieferproblemen an Schwung

Reuters

Berlin (Reuters) - Der Aufschwung in der Euro-Zone hat im Oktober unerwartet kräftig an Tempo eingebüßt.

Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel um 1,9 auf 54,3 Punkte, wie das Institut Markit IHS am Freitag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer hielt sich aber noch über der Marke von 50, ab der es Wachstum anzeigt. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 55,2 Zähler gerechnet. "Verschärfte Lieferengpässe und die anhaltende Besorgnis hinsichtlich der Coronavirus-Pandemie sorgten dafür, dass sich das Wirtschaftswachstum der Euro-Zone im Oktober auf ein Sechs-Monatstief abschwächte", erklärte das Institut.

Lieferengpässe und steigende Kosten führten dazu, dass die Unternehmen die höheren Kosten an ihre Kunden weitergaben. "Aufgrund der Rekord-Verteuerung der Einkaufspreise erreichte auch der Anstieg der Verkaufspreise ein neues Rekordhoch." Die Risiken für die Konjunktur im Währungsraum dürften demnächst eher noch zunehmen, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. "Nach starken Zuwächsen im zweiten und dritten Quartal 2021 scheint das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal deutlich schwächer auszufallen."

Das Barometer allein für die Dienstleister sank im Oktober überraschend deutlich auf 54,7 Punkte von 56,4 Zählern. Der Industrie-Index fiel nur minimal um 0,1 auf 58,5 Punkte.

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