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US-Aktien sehr schwach - Dow wieder mit negativer Jahresbilanz

dpa-AFX
US-Aktien sehr schwach - Dow wieder mit negativer Jahresbilanz

Hohe Verluste schwergewichteter Technologiewerte sowie ein drohender weltweiter Handelskrieg hat die US-Aktienmärkte zum Wochenauftakt weit nach hinten geworfen. Zudem hätten sich viele Anleger vor der anstehenden Sitzung der US-Notenbank Fed mit neuen Engagements zurückgehalten oder sich gar von Positionen getrennt, hieß es. Deutlich sichtbar war die hohe Verunsicherung im Verlauf des als Angstbarometer bekannten Vix-Index, der am Montag um fast 40 Prozent nach oben schnellte. Der Vix misst die kurzfristig erwarteten Schwankungen des S&P 500 .

Der Dow Jones Industrial fiel im Verlauf zuletzt um 1,47 Prozent auf 24 579,47 Punkte und damit stärker als in der gesamten Vorwoche. Damit steht der US-Leitindex - aufs Jahr 2018 gesehen - wieder im Minus. Der breit gefasste S&P 500 büßte am Montag 1,60 Prozent auf 2708,00 Zähler ein. Der technologielastige Nasdaq 100 sackte gar um 2,54 Prozent auf 6841,99 Punkte ab. Dies entspricht dem höchsten Verlust seit sechs Wochen.

Die Technologiewerte litten vor allem unter der Nachricht, wonach die Europäische Kommission eine 3-prozentige Umsatzsteuer für die gewinnträchtigen US-Digitalkonzerne erwägt. Dies ließ die Papiere der Google-Mutter Alphabet um 3,8 Prozent absacken. Die Titel von Amazon und Microsoft verbilligten sich um jeweils 2,3 Prozent.

Die stärksten Kursabschläge gab es aber bei den Anteilsscheinen von Facebook mit minus 6,5 Prozent. Sie litten zusätzlich darunter, dass die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica entgegen den Zusicherungen Informationen über Facebook-Nutzer nicht gelöscht habe. Cambridge Analytica soll der Trump-Kampagne entscheidend dabei geholfen haben, mit als Werbung geschalteten gezielten Botschaften bei Facebook seine Anhänger zu mobilisieren und zugleich potenzielle Wähler der Gegenkandidatin Hillary Clinton vom Urnengang abzubringen.

Apple-Aktien gaben um 2 Prozent nach. Die Nachfrage nach dem iPhone scheine sich auch 2018 nicht zu bessern, schrieb Analyst Jeffrey Kvaal von Nomura auf Basis eigener Erhebungen. Der Experte reduzierte seine Absatzschätzung, die nun unter der durchschnittlichen Markterwartung liege.

Dass Apple laut einem Medienbericht nun auch die Technologie der Displays seiner Geräte selbst entwickeln will, warf die Papiere des Display-Produzenten Universal Display um fast 15 Prozent zurück. Dem iPhone-Konzern sei es bereits gelungen, Prototypen kleiner Bildschirme für seine Computer-Uhr Apple Watch zu produzieren, hieß es. MicroLED solle Displays hervorbringen, die ein leuchtenderes Bild bieten und zugleich dünner und stromsparender seien. Die Analysten der Investmentbank JPMorgan relativierten jedoch die Nachricht: Die MicroLED-Technologie sei sehr kostenintensiv, hochkomplex in der Herstellung und noch einige Jahre von der Produktreife entfernt.

Die Titel von Colgate-Palmolive waren wegen Übernahmespekulationen mit einem Plus von 0,9 Prozent an der Spitze des S&P-100-Index zu finden. Wie die britische "Times" am Wochenende berichtete, bereitet sich der niederländische Konsumgüterkonzern Unilever NV auf einige große Übernahmen beziehungsweise Fusionen vor. Als mögliches Übernahmeziel wurde auch Colgate-Palmolive genannt./edh/nas

Foto:dpa

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